"Schwarz" auf dem Roller

GERICHT 2800 Euro Geldstrafe für Promillefahrt

Der Mann war im Sommer in Solms betrunken und ohne Führerschein auf einem Roller unterwegs gewesen.

Die Beweislage war für Oberstaatsanwalt Uwe Braun klar und eindeutig. Eine Streife der Wetzlarer Polizei hatte einen guten Riecher und den spätabends mit einem 50-Kubik-Roller durch Solms fahrenden 30-Jährigen kontrolliert. Hierbei stellte sich heraus, dass der Fahrer unter deutlicher Alkoholeinwirkung stand und für das führerscheinpflichtige Kleinkraftrad keinen Führerschein vorweisen konnte. Dabei hätte er wissen müssen, dass die "Schwarz- und Promillefahrt" bei Tatentdeckung teuer wird. Erst 2012 hatte ihn ein gleichgelagerter Vorfall auf die Anklagebank in der Wertherstraße gebracht und ihm eine saftige Geldstrafe eingehandelt.

30-Jähriger vor Gericht

Im Gerichtssaal präsentierte sich der ohne Verteidiger erschienene Wetzlarer geständig. Er zeigte sich reumütig und bedauerte seine verbotene Tour. Freimütig gab er bekannt, dass er noch nie einen Führerschein besessen habe. Dem Antrag der Anklagevertretung folgend, verhängte das Gericht unter Vorsitz von Richterin Nicole Mett eine saftige Geldstrafe und eine Führerscheinsperre von einem Jahr. Darüber hinaus wurde ein dreimonatiges Fahrverbot ausgesprochen. In dieser Zeit darf der Angeklagte keinerlei Kraftfahrzeuge führen, auch keinen Mofa-Roller, wie ihm die Juristen erläuterten. Ohne zu zögern, akzeptierte der ledige Mann das Urteil, das somit Rechtskraft erlangte.


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