Selbst gebrautes Bier und Brände genießen

VERANSTALTUNG Erstes Brenner- und Brauerfest soll schon 2017 wiederholt werden

"Obwohl es am Samstag geregnet hat, sind an dem Abend über 250 Gäste zu unserem Fest gekommen", freuten sich Ellen Rompel, Vorsitzende des Vereins, und ihr Stellvertreter André Brandes. Trotz Regen wurde das angekündigte Feuerwerk abgeschossen, das ließen sich die JWBler nicht nehmen. Viele Besucher machten es sich im großen Zelt oder unter Sonnenschirmen an Stehtischen gemütlich. Sieben Anbieter präsentierten dazu besondere Kreationen aus ihren Brennereien und Brauereien.

Der Sonntag zog nochmals über 200 Besucher in den Berggarten. "Wir brauen unser Bier selbst und wir haben ein Märzen und ein Dunkles mitgebracht", sagte Oliver Luzius, Brauer und Mälzer. Für ihn sei Runkel und die ganze Region hier Heimat. "Wir sind äußerst zufrieden, werden hoch gelobt und das ist es, was wir uns wünschen", freute sich Luzius beim Stand vom Hof Schauferts aus Schönborn, etwa 20 Kilometer von Limburg entfernt.

Schnaps aus dem Holzfass

Sehr frequentiert war der Stand der Fein-Brennerei Prinz aus Hörbranz/Vorarlberg. Hier gab es alte holzfassgelagerte Sorten wie Marille, Williams-Christ-Birne, Wald-Himbeere oder Bodensee-Apfel. "Wir haben reine Brände und Schnäpse mitgebracht, zudem Liköre und Gin", erläuterte Franz Breznig. Sie wollten den Leuten die Möglichkeit geben, ihre Produkte zu testen. Und das taten ausgesprochen viele, denn die Fein-Brennerei Prinz ist in Runkel nicht unbekannt.

Die Lahnsteiner Brauerei präsentierte einen kleinen Querschnitt ihres großen Portfolios. Am Stand gab es unter anderem obergäriges Bier nach kölscher Art gebraut. "Unser Schwarzbier hat einen hohen Grad an Röstmalz, das ergibt die tiefschwarze Farbe", erklärte Ottmar Stauch. Zudem gab es ein helles Bockbier mit acht Prozent Alkohol. Sogenannte Craftbeer Sorten hatte Stauch ebenfalls zur Verkostung dabei.

Die Kreativbrauerei Brewers Fantasy bot an ihrem Stand ebenfalls Craftbeere und regionale Biere zur Verkostung an. Brauereibesitzer Marcel Alberti hat seine Brauerei 2015 in Fürth im Odenwald eröffnet. Auf die Idee sei er gekommen, weil Biere in Deutschland einen Massengeschmack hätten: "Wir haben uns gegen Massenbierhaltung entschieden", schmunzelte Alberti.

Robin Pitz von der Villa Konthor bietet in Limburg über 700 verschiedene Whisky Sorten an, einen kleinen Teil hat er mit nach Runkel gebracht. Zudem verköstigte er auch Brände, Schokoladenlikör und Gin. Außerdem hatte er Coillmor Whisky und besondere Edelbrände von der Brennerei Liebl aus Bad Kötzingen im Gepäck.

Aufgrund der großen Resonanz soll es im nächsten Jahr wieder ein Brauer- und Brennerfest geben. Das haben die Ausrichter jedenfalls vor. Das Fest sei so gut angekommen, dass in jedem Fall eine Wiederholung folgen soll. (sago)


Mit ePaper wird die Zeitung digital: Testen Sie jetzt das ePaper Ihrer Heimatzeitung zwei Wochen kostenlos!
Link zum Thema
Copyright © mittelhessen.de 2016
Kommentare (0)
Mehr aus red.web unzugeordnet