So geht Feuerwehr

TAG DER OFFENEN TÜR Besucheransturm

Einen Besucheransturm erlebten die Biedenkopfer Feuerwehrkameraden bei ihrem Tag der offenen Tür. (Foto: Frankenberg)

Früh übt sich, was ein guter Feuerwehrmann werden will. Hier der zweijährige Friedrich Cyriax. (Foto: Frankenberg)

Unfallszenario: Bürgermeister Joachim Thiemig (re.) bemühte sich mit einem Spreizer und der Hilfe von Martin Größer, den Kotflügel von einem Unfallfahrzeug zu trennen. (Foto: Frankenberg)

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Zwölf Einsatzfahrzeuge - vom Tanklöschfahrzeug bis zur Drehleiter und sechs Abrollbehälter - säumten den Parkplatz rund um den Feuerwehrstützpunkt. Die Besucher hatten dabei die Möglichkeit, auch selbst Hand anzulegen: Bei einem Unfallfahrzeug galt es, mit dem Spreizer die Türen zu öffnen oder mit der großen Schere den Dachholm durchzuschneiden.

Bürgermeister Joachim Thiemig, oberster Chef der Wehr, ließ es sich nicht nehmen, selbst aktiv zu werden. Intensiv bemühte er sich, den Kotflügel von einem Unfallfahrzeug zu trennen. Es dauerte eine ganze Weile, bis er dies geschafft hatte. "Meine bisherige Achtung vor den Leistungen der Feuerwehrkameraden ist nach diesem Praxistest noch einmal deutlich gestiegen", so sein Kompliment an die Feuerwehrkameraden.

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Die "Patientenorientierte Rettung" und die "Crash-Rettung", nach Absprache mit dem Rettungsdienst, erfordern eine qualifizierte und gute Ausbildung, betonte Wehrführer Michael Schäfer.

Anforderungen an die Wehrleute sind extrem gesteigen

Hoch hinaus ging es beim Getränkekistenstapeln. Bis in die Höhen der ausgefahrenen Drehleiter schafften es die Könner, immer unter der Absicherung durch erfahrene Spezialisten. Ebenso wie bei der Arbeit mit dem Spreizer und der Schere stand auch hier die Sicherheit der Aktivisten im Vordergrund.

"Hut ab vor den Leistungen und dem hohen Leistungsstandard unserer Wehr", so kommentierte der Biedenkopfer Rolf Redante die Arbeit der 55 ehrenamtlichen Feuerwehrleute der Einsatzabteilung. Auch Rainer Koch, selbst ehemaliger Feuerwehrmann, weiß um die großen Herausforderungen, die an die Freiwilligen Feuerwehren gestellt werden: "Das Spektrum der Hilfeleistungen ist in den letzten Jahrzehnten sehr stark gestiegen und damit auch die Anforderungen an die Feuerwehrkräfte", so Koch.

Neben der Bevölkerung nutzen auch viele Feuerwehrleute aus den umliegenden Feuerwehren die Gelegenheit, sich im Biedenkopfer Stützpunkt umzusehen. So unter anderem die Feuerwehren aus Breiden-stein, Wallau, Weifenbach, Buchenau, Kombach, Eckelshausen, Wetter, Eifa und Bad Laasphe sowie das THW und das DRK aus Biedenkopf.

Der Feuerwehrnachwuchs zeigte sein Können mit einem Löschangriff. Ein Feuer auf dem Hof des Stützpunktes war in Minutenschnelle fachgerecht gelöscht. Neben den vielfältigen Informationsangeboten war auch für ein reichhaltiges Angebot an Essen und Trinken gesorgt. Eine Hüpfburg wurde intensiv von den Kleinsten genutzt, und der Spielmannszug Biedenkopf überreichte musikalische Grüße.

Nicht nur die Besucher hatten ihren Spaß, auch die Einsatzkräfte wurden durch die hohe Besucherzahl und die vielen netten Gespräche für ihre Vorbereitungen reichlich entlohnt.


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