"St. Matthias" feiert 70-Jähriges

FEST Villmarer Ortsverein der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung begeht Jubiläum

Der Ortsvereinsvorsitzende Paul Arthen (l.) und Moderatorin Iris Friedrich danken Bernhard Gruber für den Rückblick auf die Geschichte der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung "St. Matthias" Villmar. (Foto: Horz)

In einer Heiligen Messe in der Pfarrkirche "St. Peter und Paul", die Präses Pfarrer Michael Vogt mit Pfarrer Thomas Schmidt sowie Diakon Bernd Hannappel zelebrierte, thematisierten die Geistlichen den langen Weg, den der Ortsverein seit dem Bestehen gegangen ist und der im Pfarrsaal an Stellwänden und auf Tischen in Schriften und Fotos sowie von Bernhard Gruber in einem Rückblick dargestellt wurde.

In seiner Begrüßungsrede im Pfarrsaal konstatierte der Vereinsvorsitzende Paul Arthen, dass der 9. November, Gründungstag des Villmarer Arbeitervereins, als "Schicksalstag" in der deutschen Geschichte gelte. Er markierte 1918 den Beginn der ersten deutschen Republik, 1938 den Pogrom gegen die jüdische Bevölkerung, 1989 den Fall der Berliner Mauer und 1946 die Gründung der KAB Villmar. Er freute sich, dass neben vielen Mitgliedern auch einige Persönlichkeiten von der Diözesan- und Bezirksebene sowie auch die Vorsit­zenden einiger Nachbarvereine gekommen waren. Er er­innerte an das Jahr 1946, in dem sich aus Krieg und Gefangenschaft zurückgekehrte 23 junge Männer der Pfarrgemeinde trafen, um die Basis für Ideen zu finden, christ­liche Wertvorstellungen in der Welt, vor allem in der Arbeitswelt, zu verwirklichen.

Aktuell hat der Verein 136 Mitglieder - in den letzten sechs Jahren sind 50 neue Mitglieder hinzugekommen

Heute zählt der Verein 136 Mitglieder, davon 74 Frauen und 63 Männer. 56 Mitglieder sind unter 65 Jahren. In den vergangenen sechs Jahren konnten 50 neue Mitglie­der dazu gewonnen werden.

Pfarrer Thomas Schmidt, als katholischer Arbeitnehmer und als Priester immer in Bewegung und zur Zeit noch bei Misereor beschäftigt, sowie ein guter Bekannter der KAB, beleuchtete in seinem Vortrag die besorgniserregenden Probleme der Gesellschaft, die immer weiter auseinander drifte und in der der Mittelstand auseinan­der breche. Hier seien die KAB und die Kirche zum Gegensteuern aufgerufen. Die Kirche sei nicht für sich selbst da und sei nicht nur Pfarrei.

Die KAB "St. Matthias" Vill­mar sei kein Märchen, leitete Bernhard Gruber seinen geschichtlichen Rückblick ein, jedoch eine sehr interessante Geschichte. Da die früheren Aufzeichnungen fehlten, begann er mit dem Jahr 1954, in dem Domvikar Alexander Stein einen Vortrag zum The­ma "Eigentum für alle" gehalten hatte. Bernhard Gruber erinnerte an die Aktivitä­ten, die der Ortsverein selbst über die Bühne gebracht oder stark unterstützt hatte. (mhz)


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