Streit schlichten lernen

SEMINAR Schiedsleute treffen sich in Wetzlar

Seminarteilnehmer mit (vorne rechts Manfred Schneider). (Foto: privat)

Referent war der 2. Bundesvorsitzende des BDS, Manfred Schneider aus Wetzlar. Die gesetzlichen Grundlagen zu einem Schlichtungsverfahren in Hessen sind im "Gesetz zur Regelung der außergerichtlichen Streitschlichtung" festgelegt. Hiernach sind alle Schiedsämter anerkannte Gütestellen. Dieses Gesetz und das Hessische Schiedsamtsgesetz regeln, dass bei bestimmten Strafsachen, wie Beleidigung, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Bedrohung und Hausfriedensbruch sowie in den meisten nachbarrechtlichen Streitigkeiten zunächst ein Schlichtungsversuch bei einer Gütestelle durchgeführt werden muss. Erst dann ist eine Klage bei Gericht zulässig. Ein Antrag auf Schlichtung wird schriftlich oder zu Protokoll beim Schiedsamt gestellt. Die Verhandlung ist nicht öffentlich.

Das Ergebnis wird protokolliert, ein Vergleich von beiden Parteien unterschrieben. Das bedeutet, dass sich die Parteien geeinigt und so den Rechtsfrieden ohne Gericht hergestellt haben.

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Die Schlichtungserfolge durch Schiedsleute liegen bei über 55 Prozent. Ein Schlichtungsverfahren beim Schiedsamt kann außerhalb üblicher Arbeitszeiten frei vereinbart werden und kostet im Normalfall zwischen 30 und 50 Euro.

Neben dem formellen Teil des Seminars gab Schneider Tipps, wie Streitende zum Einlenken geführt werden können. Informationen auf www.schiedsamt.de (red)


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