Tanzen, bis der Arzt kommt

Das kann man alles ganz amüsiert zur Kenntnis nehmen, über manches schmunzeln oder sich wundern, jedenfalls aber muss man einräumen, dass in diesem von Film- und Kulturwissenschaftlern bislang geschmähten Frauenfilm womöglich doch mehr steckt, als es bislang den Anschein hatte. So geht es in einem Beitrag des Sammelbands um die damals schwierigen Produktionsbedingungen des Streifens, in einem anderen um seinen Stellenwert im Genre der "Coming-of-Age-Filme", in denen seit James Deans Zeiten die Probleme des Erwachsenwerdens thematisiert werden. Auch die Bedeutung des Soundtracks, die jüdischen Wurzeln der Salsa, Ödipus-Komplex und Farbenblindheit in "Dirty Dancing" sind weitere Erklärungsversuche wert. Wer sich also seit 1987 fragt, was an diesem Film denn so toll ist, bekommt spätestens hier und jetzt Argumente frei Haus geliefert.


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