Überfluss teilen

Kirche Christen feiern Erntedank

Pfarrer Peter Kollas segnete während des katholischen Gottesdienstes im Wetzlarer Dom die „Früchte der Erde. (Foto: Volkmar)

Im Zentrum stand dabei der Dank an den Schöpfergott: Vielfach erinnerten die Seelsorger an die Menschen, die weltweit unter Hunger leiden, während hierzulande viele Menschen im Überfluss lebten. „Erntedank ist Schöpferdank“ hieß es im Gottesdienst im Wetzlarer Dom.

Körbe mit Äpfeln, Weintrauben, Kartoffeln, Kürbissen und vielen bunten Blumen verwandelten den Altarraum nahezu in einen Garten. Den Erntealtar hatte auch in diesem Jahr der Blumendienst der beiden Gemeinden dekoriert.

„Wir dürfen Gott danken für das tägliche Brot“, betonte Dompfarrer Peter Kollas, als er die Gaben segnete. Er forderte die Gottesdienstbesucher auf, sich für eine gerechte Welt einzusetzen.

Mit einer Sonderkollekte für die Flutopfer in Indien wollte man ein besonderes Zeichen der Solidarität setzen.

In Lahnau feierten die Katholiken in ihrer Pfarrkirche „Mariä Schmerzen“ mit Bezirksdekan Martin Weber den Erntedankgottesdienst. Den mit Früchten und Blumen geschmückten Altar zierte eine große Erntekrone, die die Frauen der Gemeinde gebunden hatten. Pfarrer Weber segnete die Gaben. Er forderte, den Überfluss in den reichen Ländern mit den Armen und Schwachen zu teilen.

Seelsorger fordert Solidarität mit den Bedürftigen der Erde

In Oberkleen und Hüttenberg feierte Pfarrer Werner Walczak aus Braunfels mit den Katholiken der Region den Erntedankgottesdienst. Dazu hatten die Gläubigen die Gaben aus ihrem Garten und von den Feldern mitgebracht und vor den Altar gestellt.

Bei der Segnung der Gaben forderte der Seelsorger Solidarität und Bereitschaft für die Bedürftigen unserer Erde. Dazu gehöre auch, dass wir mit der Natur in unserem Land pfleglich umgehen. (wv)


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