Überwachung auf Knopfdruck?

SICHERHEIT Umbau des Jägertunnels geplant

Wird von Marburgs Kommunalpolitikern als Angstraum bezeichnet: der Jägertunnel in der Nähe des Hauptbahnhofs. (Archivfoto: Hoffsteter)

Demnach könnten Fußgänger, die den Tunnel zwischen Alter und Neuer Kasseler Straße passieren wollen, die Videokameras an den jeweiligen Eingängen anschalten. Diese Lösung – das freiwillige Einschalten – könnte dazu führen, dass das auch vom Bundesgerichtshof immer wieder herausgestellte Recht auf informationelle Selbstbestimmung gewahrt bleibt.

Um diese Möglichkeit am Jägertunnel umzusetzen, wurde nach Angaben der Stadtverwaltung kürzlich Kontakt zum hessischen Datenschutzbeauftragten aufgenommen. Die Antwort stehe noch aus. Im März erleichterte der Bundestag den Weg für die Installation von Videokameras im öffentlichen Raum – auch für die sogenannte intelligente Videoüberwachung, die mit Gesichtserkennungssoftware arbeitet und Bewegungsprofile erstellen kann. In Berlin ist ein Test geplant.

Ein grundsätzlicher Umbau des Jägertunnels, in dessen Nachbarschaft aktuell Wohnhäuser gebaut werden, ist als Bestandteil der Nordstadtentwicklung seit Langem geplant.

Der Tunnel soll heller werden

Neben einer Umgestaltung der Eingangsbereiche soll er über neue Beleuchtungsanlagen heller werden. Das Konzept würde außerdem eine Umgestaltung von Boden und Wänden und eine Verschiebung der Rohrleitungen unter die Erde vorsehen.

Das dafür nötige Geld sei für den Haushaltsplan 2018 vorgesehen, teilt die Stadt mit. Eventuell könne die Einrichtung der Videoüberwachung vorgezogen werden.


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