"Unser Kapital sind die Mitarbeiter"

WACHSTUM MJM Metallverarbeitung erweitert den Betrieb - wieder einmal

Mit neuen Maschinen dringt die Firma Mangner in den Bereich der Großmechanik vor. Blöcke von 3,40 m mal 3,40 m werden hier cnc-gesteuert millimetergenau bearbeitet.Firmenchef Jürgen Mangner erklärt Finanzminister Thomas Schäfer, wie’s funktioniert. (Foto: Dörries)

Hochmoderne, saubere Arbeitsplätze sind attraktiv für Fachkräfte von nah und fern. (Foto: Dörries)

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Dabei hatte alles klein - ganz klein - angefangen: "Ich war 1997 der erste und einzige Mitarbeiter," erinnert sich Mangner. Bald hatte er fünf Personen aus dem familiären Umfeld zur Seite, ein kleines Gelände im Heimatort Allendorf/Hohenfels gab dem in den Kinderschuhen steckenden Unternehmen den notwendigen Platz. Fortan sollte es kontinuierlich und steil nach oben gehen. Die Kernkompetenz des Unternehmens, Blechbearbeitung und mechanische Bearbeitung, wurde beständig ausgeweitet.

"Heute, im Jahr 2015, sind wir sehr viel breiter aufgestellt," sagt Mangner. Auf sieben Säulen ruht das familiengeführte Unternehmen, das mittlerweile knapp 100 Mitarbeiter hat. Blechbearbeitung, Schweißerei, Laserschneidtechnik, Feinblechfertigung, Fräserei, Dreherei und Großmechanik sind im Portfolio. Die jüngste Betriebserweiterung - der Bau einer 2400 Quadratmeter großen Produktionshalle, wohlgemerkt als Ergänzung zum Gebäudebestand - liegt wenige Monate zurück. In einem Jahr aus dem Boden gestampft, nimmt die Halle heute die hochmoderne Dreherei auf.

Inhaber sieht neben der Qualität die Flexibilität der Firma als Vorteil

"Was uns als mittelständischen Betrieb auszeichnet, ist neben der qualitativ hochwertigen Arbeit die hohe Flexibilität. Wir sind da in Sachen Metallbearbeitung auch für kleinere Betriebe in der Region ein schnell verfügbarer Zulieferer." Wer die Beweglichkeit am Markt ständig unter Beweis stellen muss, der ist auch auf eben solch schnelles Reagieren der Behörden angewiesen, mit denen er es zu tun hat. Da lobt sich Mangner die Dautphetaler Gemeindeverwaltung ebenso wie die Kreisverwaltung in Marburg, die seine Erweiterungspläne stets zügig und unbürokratisch wohlwollend bearbeitet haben. "Wenn wir hier mehrere Millionen investieren, setzen wir natürlich voraus, dass sich der Einsatz in Zukunft rentiert."

Letztlich ist der finanzielle Kraftakt für den Allendorfer Unternehmer ("Was Fraport für Frankfurt, ist Mangner für Allendorf") auch ein Kraftakt zu Sicherung der Arbeitsplätze vor Ort. "Von 645 Einwohnern Allendorfs sind mindestens 30 bei uns beschäftigt, können zu Fuß zur Arbeit kommen  und haben qualifizierte, attraktive Arbeitsplätze.

Wir setzten immer auf die neueste Technologie," ist Mangner stolz auf die den cnc-gesteuerten Maschinenpark, der auf hochglänzendem Boden schallgedämmt seine Arbeit verrichtet. Geschlossene Wasserkreisläufe sorgen während der Arbeitsgänge für Reinigung und Kühlung.

"Wir arbeiten hochgenau im 1000-Millimeter-Bereich, da darf sich nichts durch Erwärmung und wieder Abkühlung der Werkstücke verziehen," erklärt Junior Timo Mangner während eines Betriebsrundgangs.

Schäfer: Das Hinterland kann sich mit Regionen in Württemberg messen

Der hessische Finanzminister Thomas Schäfer ist nach Allendorf gekommen, um sich den aufstrebenden Betrieb anzusehen. "Es tut sich was im Hinterland," sagt Schäfer anerkennend und blickt vergleichend auf die Industrielandschaft Hessens und der Nachbarländer. "Man ist hier manchmal zu bescheiden. Das Hinterland kann sich mit seinen unter vier Prozent Arbeitslosen mit den guten Regionen Baden-Württembergs messen!"


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