Unterwegs im Hanflabyrinth

Bildungsparcours Besucher befassen sich auf ungewöhnliche Art mit "Flucht und Migration"

Die Hanfpflanze, die schon vor 12 000 Jahren in China angebaut wurde, dient den Machern des Labyrinths, dem Verein Motivés, als erlebnisreiche Kulisse, als wirkungsvolles Mittel, um Schulklassen, Familien und andere interessierte Besucher mit Fluchtursachen und Fluchtbiografien bekannt zu machen und Fakten darzustellen, wie dies alles mit unserem Leben, unserem Alltag verknüpft ist.

In das dichte, undurchdringlich wirkende Meer der bis zu drei Meter hoch wachsenden, sattgrünen Hanfpflanzen wurden schmale Wege geschnitten. Sie führen, bei richtiger Orientierung, zu zehn interaktiven Stationen, die dazu einladen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

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Was veranlasst Menschen, ihre gewohnte Umgebung zu verlassen? Welchen Gefahren sind sie in ihrer Heimat und auf der Flucht ausgesetzt?

Welche Wege müssen sie beschreiten und welche Hindernisse überwinden? Wo und unter welchen Umständen finden sie Schutz? Das sind Fragen, zu denen das Hanflabyrinth aus unterschiedlichen Blickwinkeln Antworten anbietet.

Im Meer der rund drei Meter hohen Hanfpflanzen geben interaktive Stationen vielfältige Infos

In vielen Teilen der Welt werden Menschen Opfer von Krieg, Armut und Perspektivlosigkeit, Gewalt und Verfolgung.

Zurzeit befinden sich über 65 Millionen Menschen auf der Flucht. Seit dem Zweiten Weltkrieg war die Zahl der Vertriebenen nie mehr so hoch.

Das Thema Flucht und Migration ist dabei sehr vielschichtig und emotional aufgeladen. Deshalb hat sich der Verein Motivés zum Ziel gesetzt, Hintergründe und Zusammenhänge zu beleuchten und aufzuzeigen, wie die Situation in den Kriegs- und Krisengebieten zu sein vermag und was entlang der Fluchtrouten geschieht.

Insgesamt können in dem Irrgarten mehr als drei Kilometer Wegstrecke beschritten werden. Für den Besuch des Labyrinths, das unter anderem vom hessischen Wirtschaftsministerium gefördert wird, sollte man knapp zwei Stunden Verweildauer einkalkulieren.

An ausgewählten Terminen gibt es im Hanflabyrinth weitere Veranstaltungen.

Das gilt beispielsweise für den 23. Juli um 16 Uhr. Dann informiert ein Vortrag über die vielfältigen und nachhaltigen Nutzungsmöglichkeiten von Hanf als regionale Kulturpflanze. (lu)


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