Vatikan: Domkapitel sollte zurücktreten

KIRCHE Gänswein spricht zu Skandal um Bischof

Georg Gänswein

(Archivfoto: Gebert/dpa)

"Wer Verantwortung hat und Fehler macht, sollte auch die entsprechenden Konsequenzen ziehen", sagte er dem Hessischen Rundfunk. Im Skandal um die teure Residenz des ehemaligen Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst hatte auch das Domkapitel Fehler eingeräumt. Gänswein hatte Tebartz-van Elst lange verteidigt. Er habe dies aus dem dem klaren Gefühl heraus getan, dass dem Bischof damals Unrecht widerfahren sei, sagte er dem Sender. Gänswein ist auch Privatsekretär des zurückgetretenen Papstes Benedikt XVI.

"Das Domkapitel hat sich in den vergangenen Monaten gründlich mit seiner Rolle befasst und sich seiner Verantwortung gestellt", sagte dazu Bistumssprecher Stephan Schnelle. Dem Bistum seien weder Vorbehalte des Heiligen Vaters noch des Apostolischen Administrators gegenüber dem Domkapitel bekannt. Aufgabe des Gremiums ist es unter anderem, aus einer Kandidatenliste des Papstes den neuen Limburger Bischof zu wählen. Das Domkapitel besteht aus Domdekan Günther Geis, Weihbischof Thomas Löhr, Wolfgang Rösch (Ständiger Vertreter des Apostolischen Administrators Manfred Grothe), Helmut Wanka (Ex-Personaldezernent), Dompfarrer Gereon Rehberg, Frankfurts Stadtdekan Johannes zu Eltz und Wolfgang Pax (Leiter des Kommissariats der katholischen Bischöfe Hessens). (br/lhe)

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