Versorgung der Region gesichert

WINDPARK Umweltminister weiht die erste Waldanlage ein

Projektleiter Cliff Reppel informierte die Gäste über die einzelnen Etappen des Bauprojekts.

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Die Windenergie ist im Wald angekommen, freute sich der nordrhein-westfälische Umweltminister Johannes Remmel.

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Rund 200 geladene Gäste kamen, unter ihnen der nordrhein-westfälische Umweltminister Johannes Remmel (Grüne). Nach fünf Jahren der Vorbereitung und Planung sowie mehr als fünf Monaten Bauzeit war die Zufriedenheit bei allen Beteiligten groß, besonders bei Investor Ludwig Ferdinand Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg und seinem Team von der Wittgenstein New Energy GmbH: "Vor dem heutigen Eröffnungstag lag ein steiniger Weg", sagte Prinz Wittgenstein, der rund 28 Millionen Euro in das Projekt gesteckt hat. Immer wieder habe es Momente gegeben, "in denen wir den Atem angehalten und uns gefragt haben: Wird das noch was?" Der Investor fügte hinzu: "Wir waren ein super Team." Er hob zudem die gute Zusammenarbeit der am Bau beteiligten Firmen hervor und machte deutlich, dass die Eröffnung nicht das Ende eines Weges, sondern dessen Anfang markiere.

NRW-Umweltminister Remmel erklärte, dass beim Ausbau der Windenergie in Nordrhein-Westfalen gegenüber den Vorjahren eine beachtenswerte Dynamik aufgekommen sei. "Energiewende" bedeute, dass sich auch die Struktur der Energieversorgung ändere. Nicht mehr ein großes Kraftwerk stelle die Versorgung einer Region sicher, sondern "dezentrale Strukturen mit Wertschöpfung": So, wie es am Bad Laaspher Beispiel deutlich werde. Dieser Windpark zeige, dass die Windenergie im Wald angekommen sei. Er ist übrigens der erste Wald-Windpark, der seit dem Windenergieerlass der nordrhein-westfälischen Landesregierung von 2011 sowie dem Waldleitfaden 2012 eröffnet wurde.

n Erst seit dem Erlass von 2011 dürfen Windräder zwischen Bäumen gebaut werden

Großes Lob kam auch vom Bundestagsabgeordneten Volkmar Klein (CDU), der von einem "richtig guten Tag für Wittgenstein" sprach. Gesetze machen sei das eine, "aber es muss auch funktionieren durch Menschen, die die Energiewende umsetzen." In Bad Laasphe sei dies gelungen. Projektplaner Cliff Reppel gab den Gästen einen Überblick über wichtige Etappen des Windparkbaus. Dass während der Bauphase zeitweise Wind die Arbeiten erschwerte, sei zwar ärgerlich gewesen, "signalisiert aber, dass wir uns für den richtigen Standort entschieden haben."

Die Wittgenstein New Energy GmbH hat beim Kreis Siegen-Wittgenstein den Bau zweier weiterer Windkraftanlagen beantragt.

Geplant sei, die siebte und achte Anlage zwischen bereits bestehenden Standorten zu errichten, sagte Projektplaner Cliff Reppel dieser Zeitung.


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