Video: Cinclus cinclus ist abgehärtet

Eine Wasseramsel. (Foto: Thomas Kraft/ThKraft/Wikipedia)
Eine Wasseramsel. (Foto: Thomas Kraft/ThKraft/Wikipedia)
Die Wasseramsel

Die Wasseramsel (Cinclus cinclus) ist hart im Nehmen. Das muss der seltene Vogel bei dem Wetter auch sein. Denn zum Ende der Woche hin bleibt es tagsüber bei höchstens minus ein Grad in Mittelhessen; am Wochenende soll es nachts sogar wieder Richtung minus 14 Grad (Tiefsttemperatur) gehen. Noch haben die Vögel Chancen, an ihrem gewohnten Platz an Flüssen und Bächen zu leben. Erst wenn die Gewässer komplett zufrieren, beginnen die Wasseramseln, flußabwärts zu wandern – in der Hoffnung auf weniger Eis. Dabei geht es den Tieren wie den Menschen: "Weibchen scheinen eine größere Mobilitätsbereitschaft aufzuweisen als Männchen", schreiben die Autoren bei Wikipedia. Auch in einem anderen Bereich sind die posierlichen Wasseramseln dem Menschen ähnlich: "Die große Brutortstreue beider Partner führt häufig zu mehrjährigen Wiederverpaarungen, gelegentlich auch zu lebenslangen Partnerschaften." Völlig unwissenschaftlich ausgedrückt bedeutet das wohl, dass die Vögel gern einen Lebens- oder Lebensabschnittsbegleiter haben, mit dem sie am angestammten Platze hausen. Unser Kameramann Yvo Jäckel traf die Wasseramsel in Marburg. Dabei hatte er großes Glück: Denn bei der Vogelzählung des NABU im Jahr 2011 fanden sich nur 15 Wasseramseln in Hessen. Zum Vergleich: 9381 hungrige Spatzen warteten auf Brotkrümel...


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