Viele Besucher beim Fledermausabend

Über 150 Besucher waren der Einladung des NABU Donsbach gefolgt und lauschten dem Vortrag von Otto Schäfer vom NABU Ulm.

Dass das Thema Fledermäuse großes Interesse hervorrufe, würde durch die hohe Anzahl von über 150 Besuchern eindrucksvoll bestätigt, so Dietermann. Von daher müssten die Fledermäuse geschützt werden. Im angrenzenden Waldgebiet "Freudenstein" wäre eine Kernfläche unter anderem für die Fledermäuse von Nöten.

In seinen Ausführungen konnte Schäfer dann besonders den Kleinen unter den Zuhörern die Wichtigkeit der fliegenden Säugetiere für die Natur übermitteln. Seit 55 Millionen Jahren würde es die Fledermäuse in dieser Form auf der Erde geben. Alleine in Deutschland gebe es 25 insektenfressende Arten. Die Fledermäuse, so Schäfer, würden jede Nacht im Durchschnitt 50 Prozent ihres Körpergewichtes fressen. Neben den natürlichen Feinden wie Falken, Eulen und Marder mache der Mensch den Fledermäusen zu schaffen. Dies seien Quartierverlust, der Einsatz von Insektiziden, der Autoverkehr und die Windkraftanlagen. Der Jahresablauf der Fledermäuse sei der Winterschlaf, die Wochenstube im Frühjahr und die Geburt der Jungen im Juni. Die Aufzucht erfolge dann bis August und ab Oktober zögen die fliegenden Säuger wieder in ihre Winterquartiere. Lebende Fledermäuse hatte Schäfer zur Freude der vielen Kinder auch dabei: Eine Graue Langohrfledermaus mit dem Namen "Lasse" konnte von den Kindern gefüttert werden. Schäfer betonte, dass es sehr selten sei, dass man ein "Langohr" zeigen könne. Das "Große Mausohr", die "Wasserfledermaus", das "Braune Langohr" und die "Zwergfledermaus" hatte Schäfer präpariert dabei.

Kurz vor der Dämmerung begann eine kleine Wanderung zu den Fischteichen unterhalb des Ortes. Auf dem Weg dorthin konnten eine Menge Fledermäuse durch das Ortungsgerät wahrgenommen und gesehen werden. Schäfer betonte abschließend, dass das Donsbachtal für die Fledermäuse ein sehr gutes und wichtiges Jagdgebiet sei.


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