Vom Baby fehlt jede Spur

FESTNAHME 23-jährige Mutter soll das kleine Mädchen ermordet haben

Auf der Suche ach der Babyleiche durchkämmen insgesamt 90 Einsatzkräfte der Polizei einen Wald bei Weiperfelden - vergeblich. Auch die Suche in mehreren Gewässern in der Umgebung verläuft ergebnislos. Das kleine Mädchen bleibt verschwunden.

Die Frau, die in Waldsolms und Schöffengrund Wohnungen unterhält, hat das Baby im Dezember 2015 katholischen Krankenhaus in Gießen zur Welt gebracht. Die Klinik fordert die Mutter danach mehrfach auf, den Mutterpass nachzureichen, weil sie diesen bei der Geburt nicht dabei hatte. Der Pass wird obligatorisch vom Frauenarzt ausgestellt, sobald eine Schwangerschaft festgestellt ist.

Als die 23-Jährige nicht reagiert, schaltet die Klinik die Polizei ein. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass das Mädchen von seiner Mutter ermordet wurde, weil es sie in ihrer Lebensplanung gestört habe.

Die Frau hat bei der Polizei erklärt, dass ein Albaner namens "Jayjay" der Kindsvater sei. Dieser habe das Neugeborene unmittelbar nach der Entbindung mit nach Albanien genommen. Seitdem habe sie nichts mehr von ihrem Kind gehört. Die Ermittler glauben der Frau nicht.

Wegen Mordes aus niederen Beweggründen wird Haftbefehl gegen die 23-Jährige erlassen, die noch eine dreijährige Tochter hat und ein weiteres Kind zur Adoption freigegeben haben soll. Die Frau sitzt in Untersuchungshaft. Im Juli beantragt sie Haftbeschwerde, die abgelehnt wird. Sie bleibt bis zum Prozess im Gefängnis.


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