Vorgesetzte sollen bei Konflikten nicht wegschauen

Wenn es um Kompetenzen geht, ist eine Entscheidung möglich / Bei Zwischenmenschlichem bleibt nur die Vermittlerrolle

Beim Streit unter Kollegen sollten Vorgesetzte eingreifen. (Foto: Colourbox.com)

Man macht sich leicht angreifbar, wenn man sich auf eine Seite schlägt, und unter Umständen verliert man einen Teil der Anerkennung im Team.

"Trotzdem sollten Führungskräfte solche Konflikte auf keinen Fall aussitzen", sagt Juliane Dreisbach, Psychologin und Coach in Freudenberg bei Köln. Bleiben Vorgesetzte passiv, werden betroffene Mitarbeiter im schlimmsten Fall auf lange Sicht krank und fallendann aus.

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Zerwürfnisse können eine ganze Gruppe blockieren

Außerdem leidet die Effizienz im Team, da Zerwürfnisse unter Kollegen manchmal die ganze Gruppe blockieren. Wichtig ist, sich den streitenden Parteien nicht aufzudrängen.

Der Vorgesetzte sollte eine Vermittlerrolle einnehmen und nicht selbst die Verantwortung für den Konflikt übernehmen. Die Lösung müssen die beteiligten Parteien finden. Er kann zum Beispiel anbieten: "Sie wirken auf mich, als ob es Schwierigkeiten gibt. Ich würde anbieten, mich mit Ihnen zusammenzusetzen."

Nur, wenn die beteiligten Parteien zustimmen, kann es überhaupt zu einer Lösung kommen.

Wichtig ist dann, beide Seiten zu hören. Gibt es Streit zum Beispiel um fachliche Kompetenzen, kann der Vorgesetzte eine Entscheidung treffen, und die Kollegen müssen sich daran halten.

Bei zwischenmenschlichen Problemen bleibt nur, zwischen den beiden zu vermitteln und mögliche Missverständnisse aus den Weg zu räumen. (dpa/tmn)


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