Was der Bürger über Steuern weiß – und was nicht

Lohnsteuerhilfeverein  Laut Umfrage weiß die Hälfte der Ruheständler, dass Kosten für Medikamente abgesetzt werden können

Von neun Fragen haben die abhängig Beschäftigten durchschnittlich 5,2 richtig beantwortet. Über 35-Jährige schneiden etwas besser ab als unter 35-Jährige, Beamte und Angestellte besser als Arbeiter, Befragte mit Abitur bzw. Studium besser als Befragte mit formal niedrigem oder mittlerem Abschluss. Befragte mit einem höheren Haushaltseinkommen (über 3000 Euro/Monat) wissen mehr als Befragte mit geringem Einkommen. Das größte Wissen zeigen diejenigen Befragten, die ihre Steuererklärung selbst (mit oder ohne Steuersoftware) erstellen. Dass Arbeitnehmer und Rentner die Steuererklärung einmal im Jahr abgeben müssen, wissen 85 Prozent der abhängig Beschäftigten und 74 Prozent der Ruheständler.

Insgesamt 88 Prozent der Arbeitnehmer wissen, dass Fahrtkosten von der Steuer absetzbar sind. Die Jüngeren (unter 35 Jahre) schneiden dabei am schlechtesten ab.

42 Prozent der Befragten glauben, dass auch die Kosten für den Büro-Anzug absetzbar sind. Nur fünf Prozent gehen davon aus, dass auch die Kosten für einen Reifenwechsel von der Steuer abgesetzt werden können.

11 Prozent der abhängig Beschäftigten wissen, dass man Werbungskosten in unbegrenzter Höhe steuerlich absetzen kann. 29 Prozent glauben, dass sie Werbungskosten nur bis zu 1000 Euro geltend machen können.

Kaum ein Rentner oder Pensionär weiß, dass man Werbungskosten unbegrenzt absetzen kann.

94 Prozent der abhängig Beschäftigten kann mit der Frage nach der eigenen Lohnsteuerklasse etwas anfangen. Nur sechs Prozent kannten nach eigenen Angaben ihre Lohnsteuerklasse nicht. 40 Prozent der Befragten lassen ihre Steuererklärung von einem Experten erstellen. 26 Prozent der abhängig Beschäftigten machen ihre Steuererklärung selbst, 18 Prozent mithilfe einer Steuersoftware. Bei 10 Prozent macht der Partner die Steuererklärung. Weitere Infos unter www.vlh.de (red)


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