Was muss eigentlich renoviert werden?

TELEFONAKTION Wölk beantwortet Fragen

Ein Mieter aus dem Lahn-Dill-Kreis ist nach vier Jahren ausgezogen, nun will der Vermieter die Kaution nicht herausgeben. Die Wohnräume seien nicht ausreichend renoviert worden und der Keller überhaupt nicht, behauptet der Vermieter. Kann das richtig sein?

Nein. Der Keller muss ohne ausdrückliche Vereinbarung im Mietvertrag auf keinen Fall renoviert werden. Wohnräume müssen nach fünf Jahren renoviert werden, Bad und Küche müssen nach drei Jahren. Die übliche Abnutzung gilt als mit der Miete abgegolten.

Ein Vermieter aus dem Hinterland hat nach dem Auszug einer Mieterin, die sieben Katzen hielt, den Teppichboden neu verlegt und will dafür die Kaution einbehalten. Kann er das, wenn er die Arbeit selbst gemacht hat?

Um die Kaution einzubehalten, müssen Sie nachweisen, dass es einen entsprechenden Schaden gab. Dazu brauchen Sie eine Handwerkerrechnung oder wenigstens einen Kostenvoranschlag zur Beseitigung des Schadens. Sonst wird es schwierig, Ihre Arbeit als notwendig nachzuweisen. Die zuständige Schiedsperson kann einen Vergleich vorschlagen.

Ein Anrufer aus dem Raum Weilburg lebt im Haus seiner Lebensgefährtin, die sich jetzt von ihm getrennt hat. Hat er einen Kündigungsschutz?

Nur wenn Sie zu den Kosten beigetragen haben, beispielsweise Strom bezahlt, haben Sie wie ein Untermieter drei Monate Kündigungsfrist.

Ein Anrufer aus dem Hinterland möchte wissen, ob ein Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung für den Ortsbeirat kandidieren darf.

Nein, dazu gibt es viele eindeutige Urteile. Ein Mitarbeiter ist gegenüber dem Gemeindevorstand weisungsgebunden. Damit ist er im Parlament oder in einem parlamentsähnlichen Gremium nicht frei in seinen Entscheidungen.


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