Welpen vertragen nicht jedes Futter

HUNDE Unverträglichkeiten genau beachten
Dr. Heidi Bernauer-Münz. (Foto: Privat)

Der Verlust der Hundefamilie, die zum Trösten und Kuscheln nicht mehr da ist, dafür im Haushalt ein anderer Artgenosse oder eine Katze, sind Veränderungen, an die sich der Welpe erst gewöhnen muss.

Viele Welpen leiden dann in den ersten Tagen an Durchfall, Blähungen, Appetitlosigkeit, auch wenn das gleiche Futter zur Verfügung steht wie vorher. Zur Unterstützung erhalten viele Hundebesitzer mit der Übernahme des Welpen eine Futterprobe und auch genaue Instruktionen, wie gefüttert werden soll.

Bei einer Sorte Futter bleiben

Ist der Welpe generell gesund, verschwinden die Verdauungsprobleme nach wenigen Tagen wieder. Probieren die Besitzer zu schnell andere Futtersorten aus, kann sich das Problem noch verschlimmern. Leckerchen aller Art und eine Scheibe Schinken bessern die Lage dann auch nicht.

Empfehlenswert ist es, bei einer Sorte Futter zu bleiben und Trockenfutter auch als Leckerchen zu verwenden. Wird der Welpe von klein auf daran gewöhnt, findet er das prima. Außerdem schadet es nicht, wenn für das Futter gearbeitet werden muss.

Sollen Leckerchen gegeben werden, empfiehlt sich, immer die gleiche Sorte zu verwenden. Werden Futterumstellungen notwendig, muss das alte Futter ganz allmählich durch das neue ersetzt werden.

Eine Beurteilung der Verträglichkeit eines Futters ist erst nach mehreren Wochen möglich und nur dann, wenn ausschließlich eine Sorte gefüttert wurde. Das Leckerchen vom freundlichen Nachbarn oder das geklaute Stück Wurst müssen natürlich vermieden werden!

Ist der Welpe definitiv gesund und hat sich gut eingelebt, leidet aber immer noch unter gelegentlichen Verdauungsproblemen, kann eine Futtermittelunverträglichkeit die Ursache sein.

Juckreiz, Hautprobleme, häufiges Erbrechen und wechselweise Durchfall oder Verstopfung sind Symptome dafür. Dann empfiehlt sich eine tierärztliche Beratung.

Übrigens: Futtermittelunverträglichkeiten treten nicht nur bei Welpen auf. Hunde jeden Alters können davon betroffen sein, auch solche, die seit vielen Jahren das gleiche Futter fressen.


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