Weniger Raser unterwegs

BLITZMARATHON Rund ein Drittel weniger Verstöße zur Aktion

Der Sprecher der Polizeidirektion Lahn-Dill, Guido Rehr, äußerte sich am Donnerstagabend zufrieden. Die Ankündigungen hatten ihre Wirkung getan. An der Bundesstraße B 49 bei Oberbiel, einer der 13 Kontrollstellen im Lahn-Dill-Kreis, waren wesentlich weniger Schnellfahrer festzustellen als an normalen Tagen. "Die Kollegen haben rund ein Drittel weniger Verstöße gehabt als an normalen Tagen, wenn die Kontrollen nicht angekündigt werden. Sonst haben wir dort in drei Stunden zwei bis drei Fahrverbote", sagte Rehr. Ein Fahrverbot gibt es, wenn man außerorts mindestens 41 Kilometer pro Stunde mehr fährt als die Polizei erlaubt. Am Donnerstag hatte der Schnellste gerade mal 31 Sachen mehr drauf.

Den Negativrekord des Tages hält ein Mann, der auf der B 255 vom Westerwald in Richtung Herborn brauste. Da, wo 100 Kilometer pro Stunde erlaubt sind, hatte er 166 Sachen drauf und wird demnächst eine Zeit lang zu Fuß gehen müssen.

In Mittelhessen waren von Donnerstag um 6 Uhr bis Freitag um 6 Uhr insgesamt 110 Polizisten und städtische Bedienstete mit den Geschwindigkeitskontrollen beschäftigt.

Der Gießener Polizeipräsident Manfred Schweizer machte darauf aufmerksam, dass viele schwere Unfälle auf zu hohe Geschwindigkeit zurückzuführen sind. Als drastisches Beispiel war unterhalb des Altenbergs ein Schrottfahrzeug ausgestellt, ein Wagen, in dem ein 25-Jähriger tödlich verunglückt war, weil er alkoholisiert und zu schnell unterwegs gewesen war.


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