Wenn das Handy zur Falle wird

SCHULE Eltern lernen digitale Welt kennen

Dazu hatten die für die Vortragsreihe an der Schule verantwortlichen Lehrkräfte Andrea Best und Thomas Meisterknecht als Referentin Christine Weiß vom Suchthilfezentrum Gießen eingeladen. "Wir müssen uns mit den Handys und ihrer Nutzung zum Wohle unserer Kinder beschäftigen", sagte der stellvertretende Direktor, Gabriel Verhoff. Er wies dabei auch auf die Vorbildfunktion der Eltern hin.

Es ging der Referentin um Einblicke, Risiken und praktische Hilfen. Auch in der Schule haben die meisten Kinder und Jugendlichen spätestens ab der 5. Klasse ein Smartphone dabei, so Weiß. Die Kommunikation von Jugendlichen finde zurzeit vor allem über WhatsApp, Instagram und Snapchat statt. Dabei haben Erwachsene kaum Einblick, was dort passiere. Wenn Konflikte eskalieren, wenn es gar zu Cybermobbing kommt, ist es aber wichtig, schnell zu reagieren und nicht wegzuschauen. Nicht jeder Konflikt in einer Klassengruppe ist Cybermobbing, trotzdem kann schnell gegen geltendes Recht verstoßen werden. So darf man Bilder, an denen man nicht das Urheber- oder Persönlichkeitsrecht hat, weder weiterschicken noch als Profilbild nutzen. Auch Beleidigungen und Drohungen seien strafbar, über einen Screenshot oder durch das Speichern einer entsprechenden Sprachnachricht seien leicht Beweise zu sichern.

Hilfe gibt es an vielen Stellen

Daher sei es für Eltern wichtig, sich zu informieren, um schnell und kompetent reagieren zu können. An der rechtlichen Situation, welche Downloads zum Beispiel erlaubt sind, wie eine Drittanbietersperre einzubauen sei, Bildrechte und vieles mehr ändert sich immer wieder etwas. Auch welche Regeln sich eine Familie zum Thema Internet setzen sollte, ist ein schwieriges Thema. Internetseiten wie www.klicksafe.de oder Beratungsstellen (z.B. Suchthilfezentrum Gießen) oder auch die Trouble-Line der Polizei & (08 00) 1 10 22 22 seien dabei eine gute Hilfe. (mo)


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