Wie Hetze im Netz verletzt

INFORMATION Online-Seminar klärt über Cybermobbing auf / Angebot für Schulen

Cybermobbing hinterlässt Spuren: Die Technikerkrankenkasse sieht in diesem Themenfeld großen Handlungsbedarf. (Foto: Colourbox)

Das Angebot richtet sich an Schulen, die sich für Prävention von Cybermobbing engagieren und ihre Schüler ab der 5. Klasse zum Thema aufklären wollen. Darüber hinaus ist das Webinar auch für Elternabende buchbar.

An dem interaktiven Online-Seminar können mehrere Schulen gleichzeitig teilnehmen. Es findet als "Live-Sendung" statt, sodass alle Teilnehmer wechselseitig Fragen stellen können und die gegenseitige Kommunikation jederzeit möglich ist. Das Webinar umfasst 90 Minuten und kann in Klassenräumen oder auch in der Schulaula übertragen werden.

Die TK sieht im Falle von Cybermobbing großen Handlungsbedarf, präventiv tätig zu werden - denn die individuellen und gesellschaftlichen Konsequenzen von Hetzkampagnen im Netz seien enorm. Daraus entstehende gesundheitliche Beeinträchtigungen könnten auch noch Jahre später ihre Spuren hinterlassen.

Wer mobbt, muss mit Strafen rechnen

Fast 90 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen zwölf und 19 Jahren sind täglich im Internet unterwegs. Etwa drei von vier Jugendlichen nutzen dafür ihr Handy. Als wichtigsten Kommunikationskanal benennen über 90 Prozent der Jugendlichen den Messenger-Dienst WhatsApp (Quelle: JIM-Studie 2016).

Ergebnisse, die auch die Rechtsanwältin Gesa Stückmann aus ihrem Praxisalltag bestätigen kann. In dem Online-Seminar "Law4school" ist der Instant-Messenger ein großes Thema, weil sich Infos, Fotos und Videos dadurch rasch und unkompliziert verbreiten lassen - und zwar im Guten wie im Schlechten.

Um den negativen Folgen, beispielsweise von Cybermobbing, vorzubeugen, erklärt Juristin Stückmann im Webinar anhand praktischer Fälle, welche rechtlichen Folgen Cybermobbing oder Verstöße gegen das Recht am eigenen Bild haben können.

"Nicht nur Erwachsene können wegen Cybermobbing strafrechtlich belangt werden - auch Kinder können eine Strafe erhalten, wenn sie andere im Netz verunglimpfen oder sich an Hetzkampagnen beteiligen". Außerdem erklärt sie, wie Cybermobbing entstehen kann, wie es sich auf die Opfer auswirkt und dass es sich bei dieser Mobbingform nicht um ein Phänomen handelt, das nur Außenseiter betrifft. Interessierte Schulen können sich jederzeit online anmelden.

Die Kosten des Online-Seminars übernimmt überwiegend die TK, jede teilnehmende Schule, Klasse oder Elternabend zahlen einen Eigenanteil von 60 Euro je Webinar. Alle organisatorischen Informationen sind der Website www.law4school.de zu entnehmen. Kontakt zu Gesa Stückmann via E-Mail: info(at)law4school.de. (red)


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