Wie gewonnen, so zerronnen

"Luks Glück" von Ayse Polat
Eher Pechvogel als Glückspilz: René Vaziri spielt die Titelrolle des Luk in Ayse Polats Film "Luks Glück�?. (Foto: Real Fiction)

Dass es weniger optimistisch und clownesk als in diversen Multikulti-Komödien vom Schlage "Almanya" zugeht, man hier eher an Fatih Akin und sein "Soul Kirchen" zu denken geneigt ist, liegt in der Natur der Sache und spricht für Polat, die hier einem alten Märchenmotiv neues Leben einhaucht.

Was bei den Grimms Hans war, ist bei Polat Luk (René Vaziri), der tumbe Tor, der sich noch auf der Siegerstraße wähnt und dann doch Stück für Stück alles wieder verliert.

Der Lottogewinn einer türkischen Familie sorgt für Streit im Clan, denn während die Eltern in ihrer türkischen Heimat ein Hotel kaufen wollen, wünscht sich Murat, der ältere Sohn, seinen deutschen Altersgenossen nicht unähnlich, für sich und seine deutsche Frau eine größere Wohnung.

Luk, der jüngere Sohn und schwarzes Schaf der Familie, muss eine Frau erst einmal für sich gewinnen, und dafür könnte eine Stange Geld natürlich hilfreich sein. Was dabei herauskommt, ist mal tragisch, mal lustig und meistens ganz schön böse.

Laufzeit: 91 Minuten; FSK: frei ohne Altersbeschränkung.


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