"Wir sind die Besten"

JAHRESABSCHLUSS Landrat zieht positive Bilanz von 2012 / Haushalt wieder im Plus
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Landrat Robert Fischbach (CDU) zieht die positive Bilanz eines "spannenden Jahres" beim Jahresabschluss nach der letzten Sitzung des Kreisausschusses 2012. (Foto: Weigel)

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"Wir sind die Besten", sagte Fischbach vor versammelter Runde, in der die Mitglieder des Kreisausschusses, der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Marburg-Biedenkopf, Andreas Bartsch, Mitarbeiter der Verwaltung sowie die Presse zusammensaßen. Des Landrats Superlativ bezog sich auf den Vergleich aller hessischen Landkreise, der zeigt, dass Marburg-Biedenkopf mit seinen 4,6 Millionen Euro Plus bei den laufenden Einnahmen und Ausgaben für 2013 tatsächlich auf dem ersten Platz steht. Ganz unten im Hessenvergleich landet der Kreis Offenbach: Sein Jahresergebnis 2013 liegt mit 66 Millionen Euro im Minus. Auch wenn der heimische Landkreis solch horrenden Defizite nie verbuchen musste, ist der neue Haushalt doch der erste ausgeglichene seit vielen Jahren, so Fischbach. Am 21. Dezember stellt er ihn dem Kreistag vor, am 7. Februar soll er verabschiedet werden.

In der letzten Kreissitzung vor Weihnachten steht auch der neue Schulentwicklungsplan zur Abstimmung. Auch in dem Zusammenhang vermeldet Fischbach ein Superlativ: "Wir sind der Kreis in Hessen mit den meisten kleinen Schulen."

Spannend sei das Jahr gewesen, resümierte Fischbach, und viel in Bewegung gesetzt worden für die Zukunftsfähigkeit des Kreises. Dazu gehören die Gründung der Breitband GmbH, die innerhalb der nächsten drei Jahre die Infrastruktur für das schnelle Internet in alle Städte und Gemeinden (mit Ausnahme Marburgs) bauen wird. Dazu gehört auch die Energiegenossenschaft Marburg-Biedenkopf. Die sei zwar keine kreiseigene Genossenschaft, wie Fischbach betonte, "aber sie wurde von uns auf den Weg gebracht. Weiter zählte Fischbach den "Masterplan 100 Prozent Klimaschutz" und den Rückkauf von E.on Mitte durch die Kommunen. Letzteres sei auf einem guten Weg, erklärte Fischbach, konkreter wollte er zu dem Punkt an dem Abend nicht werden. Ob runder Tisch zur Geburtshilfe oder die Diskussion zur Zentralisierung des ärztlichen Bereitschaftsdienstes - der Kreis setze sich für die gute medizinische Versorgung der Menschen in der Gesundheitsregion Marburg-Biedenkopf ein. Gut schneidet der auch in Sachen  Familienfreundlichkeit und Bildung ab, wie Fischbach mit Verweis auf mehrere Studien berichtete (siehe auch Artikel unten).

n Viele Wahlen im kommenden Jahr, "die ich mit Gelassenheit beobachte"

Zu guter Letzt in der Aufzählung: Straßen und Verkehr und dort als herausragendes Beispiel die Einweihung der Ortsumgehung von Weimar. "Sie ist eine große Entlastung für die Bürger und wichtig für die Entwicklung des ganzen Kreises."

Auch das nächste Jahr werde spannend, sagte Robert Fischbach, "es gibt viele Wahlen", Land- und Bundestag und dazu noch die des Landrats. Das beobachte er mit Gelassenheit, sagte Fischbach, der 2014 nach 18 Jahren als Landrat abtritt. "Und ich muss sagen, ich fühle mich in dieser Beobachterrolle sehr wohl."


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