Wo das Kind im Zentrum steht

PORTRÄT HAGS mb Spielidee in Allendorf versorgt Deutschland mit hochwertigen Spielgeräten
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Klettern, turnen, schaukeln sich schnell drehen oder die Rutsche hinuntersausen – Kinder brauchen Bewegung und Herausforderungen. Um die Motorik zu fördern, um mutig zu werden, um sich zu etwas zu trauen und Erfahrungen zu sammeln. Für all das ist ein Spielplatz gut.

Sind die darauf befindlichen Geräte durchdacht und von guter Qualität, ist das der Idealfall. Für das Kind, aber auch für die Kommune als Betreiber der Spielstätte, die damit unter Beweis stellt, dass sie für ihre Einwohner sorgt und die das Thema Spielplatz mit einer solchen Anlage für Jahre vom Tisch schafft.

HAGS ist ein Konzern, der genau dies gewährleistet. Langlebigkeit der Anlagen vorneweg. „Funktion, Sicherheit und Design sind darüber hinaus die drei Elemente, die absolute Priorität haben“, erklärt Matthias Biek. Im Zentrum steht immer das Kind. Und die Frage nach der Spielfunktion.

Klettern, krabbeln, balancieren das Gerät muss optisch dazu einladen, seine Dimension kindgerecht sein, das Verletzungsrisiko gegen null tendieren.

„Simple Dinge gut aussehend zu machen ist viel schwieriger, als spezielle Dinge zu bauen“, sagt der Geschäftsführer im blauen Hemd. Er weiß, wovon er spricht. Drei Jahre lang war er bei HAGS in Schweden Leiter des Produktportfolios, hat das Farb- und Formkonzept mit neu gestaltet.

HAGS ist ein Unternehmen der amerikanischen Playpower-Gruppe. Der Spielgerätehersteller ist in Europa ansässig, der Kopf des Konzerns befindet sich in Schweden. Fünf Tochtergesellschaften versorgen Europa mit Rutschen und Schaukeln, Kletteranlagen, Karussells, Sitzgelegenheiten und Geräten für Senioren. Sie befinden sich in Dänemark, Frankreich, Spanien, England und Deutschland – genauer gesagt, in Allendorf am Hohenfels.

Ziel der Gruppe ist es, Menschen zu inspirieren, Umfelder zu schaffen, in denen sie sich gerne aufhalten und entwickeln können. Pädagogen und Designer, Landschaftsarchitekten und Konstrukteure geben sich dafür Mühe.

Und auch Matthias Biek und sein Team von 23 Mitarbeitern, die in Allendorf Konzepte für Kunden erarbeiten, Pläne erstellen und dafür sorgen, dass die Aufträge von den deutschlandweit tätigen Außendienstmitarbeitern sorgfältig abgewickelt werden.

Kommen die Spielgeräte und -anlagen aus Schweden in Allendorf an, werden sie sortiert, montiert und per Spedition an den Kunden verschickt. Meist sind es Kommunen, die HAGS-Modelle kaufen, außerdem Wohnungsbaugesellschaften und Betreiber von Freizeitparks.

„Dieses Produkt ist am weitesten von der Waffenindustrie entfernt“

Matthias' Favorit unter den Modellen ist der Mobilus. Hierauf kann man schaukeln, wippen und Karussell fahren und in der Magengrube entsteht ein Gefühl, wie wenn man in einem Hochgeschwindigkeitsaufzug nach unten fährt.

Er kostet rund 4000 Euro. Eine Kletteranlage wie auf dem Foto oben gibt es für 40 000 Euro. Preise, für die Kunden außergewöhnliche Qualität erwarten können. „Ich kann auch nach Jahren überall wieder hinkommen“, sagt Biek. Weil kaum etwas kaputt geht.

Der Diplom-Kaufmann hat sich bewusst dazu entschieden, Spielgeräte zu verkaufen und gerade dieses Unternehmen zu führen. „Es sind der Job und das Produkt, die am weitesten von der Waffenindustrie entfernt sind“, sagt er und lacht. Das macht ihm ein sichtbar gutes Gefühl.


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