Zehn Personen sitzen eine Stunde im Fahrstuhl fest

STADTHALLE Wegen eines Mechanikfehler lässt sich Tür nicht öffnen / Betreuung durch Rettungsdienst und Personal

Der Feuerwehr gelang es schließlich, die Betroffenen, vor allem ältere und gehbehinderte Menschen, aus ihrer Notlage zu befreien. Der Vorfall ereignete sich nach Angaben des Geschäftsführer der Wetzlarer Stadthallen, Friedrich Rolf Hess, im Anschluss an das Konzert von "Marschall & Alexander" gegen 20.10 Uhr. Von der Saalebene wollten die zehn Personen einen Stock tiefer zu Foyer und Garderobe.

Zwischen beiden Stockwerken blieb der Fahrstuhl aus bisher ungeklärter Ursache stecken. Nach ersten Erkenntnissen wurde daraufhin nicht der Notknopf gedrückt, sondern per Handy die Feuerwehr alarmiert.

Regelmäßige Wartung

Die informierte das Hallenpersonal. Ein Hausmeister brachte den Fahrstuhl auf die Foyer-Ebene. Es gelang dort jedoch nicht, die Tür zu öffnen - vermutlich wegen eines Mechanikfehlers. Daraufhin wurde der für den Fahrstuhl zuständige Notdienst alarmiert. Der hätte jedoch gut 30 Minuten für die Anreise gebraucht. Zu lang, entschied der Hausmeister, und alarmierte die Wetzlarer Feuerwehr, die die Tür mit Spezialgerät aufdrückte.

Während der Wartezeit, so Hess, standen die Betroffenen permanent in Kontakt mit Personal der Stadthalle sowie mit Mitarbeitern des Rettungsdienstes. Über einen Schlauch konnten sie zudem mit Trinkbarem versorgt werden. Die meisten Personen hätten sich trotz ihrer unangenehmen Lage besonnen verhalten.

Es sei äußerst bedauerlich, so der Geschäftsführer, dass es zu dieser Notlage gekommen. Er werde mit den Betroffenen persönlich Kontakt aufnehmen und sich für den Vorfall entschuldigen. Die Anlage, die für den Transport von zehn Personen zugelassen ist, werde im vierteljährlichen Rhythmus von Servicepersonal gewartet - zuletzt im November - und zudem regelmäßig vom TÜV überprüft.

Momentan wird der Aufzug repariert und steht für die nächste Stadthallen-Veranstaltung wieder zur Verfügung.


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