Zum Backhauskuchen gibt’s Musik von daheim

TRADITION Die Brandoberndorfer haben ihr Bornbachfest gefeiert

Am Backhaus an der Arbeit für ihre Gäste: (v.l.) Doris Maier, Ortrud Reiter, Inge Hartmannshenn, Bianca Sänger, Betina Schwarz und Lisamarie Schwarz. (Foto: Homberg)

Renner waren dabei vor allem die frischen Kuchen aus dem Backhaus. 13 Zwiebelkuchen und 12 hausgebackene Hefekuchen waren zur "Kaffeestunde" im Nu verzehrt. Wer es deftiger mochte, konnte sich mit Rostbratwurst und Wildschweinbratwurst, Steaks oder Schmalzbrot stärken.

Clownin Floriane hatte für die Kinder allerlei lustige Überraschungen parat und formte auch in Sekunden unter anderem Tierfiguren, Blumen und Schwerter aus Luftballons. Die Kinder konnten sich auch schminken lassen.

Für die Musik zum Fest sorgten die beiden "Fidibusse": Das heimische Gesangsduo Schorsch Meinen und Uwe Sänger hatte vor allem selbst verfasste, lustige Lieder im Gepäck - wie "Urlaub in Waldsolms", "Mitten in der Woch", "Nachts in Brändy", "Über die Brück" oder den "Backhaus Blues".

Aber auch bekannte Hits von Herbert Grönemeier, Reinhard Mey oder Westernhagen hatten die beiden Brandoberndorfer drauf und sorgten damit für Stimmung. Bereits am Vortag hatten die Helfer den großen Ofen im Backhaus angeheizt und die vielen Kuchen vorbereitet. Der Teig für die dreizehn Zwiebelkuchen wurde nach dem "Gehen" von Hand auf die Kuchenbleche gedrückt. Weitere Helferinnen verteilten dann darauf den Belag aus Schmand, klein gehackten Zwiebeln und Dörrfleisch. Die Kuchenbleche wurden dann zum Backen mit dem großen "Backschießer" in den Ofen "geschossen".

Das beliebte Brandoberndorfer "Bornbachfest" müsste eigentlich "Backhausfest"heißen. Es erhielt seinen Namen, weil es vom Verein zunächst gegenüber des Backhauses in der Bornbachstraße gefeiert wurde. Das Jahrhunderte alte Backhaus aus roten Lehmziegeln wird heute nur noch vom Karnevalsverein als Backhaus genutzt.


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