Zwei Männer singen von der Liebe

KONZERT 800 Zuschauer erleben "Marshall & Alexander" in der Stadthalle

Ein eingespieltes Duo: Marc Marshall und Jay Alexander auf der Bühne in der Stadthalle. (Foto: Lademann)

Es geht nicht nur um die wahre Liebe, sondern auch um die Liebe zur Musik. Und das unterstrich das seit 17 Jahren gemeinsam auftretende Duo mit grandiosen, klassisch-professionell ausgebildeten Stimmen.

Musik pur, begleitet am Flügel, ganz ohne Pomp und Effekthascherei

Zwei Stunden lang erfüllten beide den Saal - ganz ohne Pomp, Effekthascherei, nur von ihrem langjährigen Pianisten René Kroemer am Flügel begleitet. Zum furiosen Finale gab es eine Interpretation von Jennifer Rushs "The Power of Love" sowie das glanzvolle, auf Italienisch und Deutsch vorgetragene Duett "Vivo per lei" ("Ich lebe für sie, für die Musik"), das in dieser Fassung einst Andrea Bocelli zusammen mit Judy Weiss bekannt machte.

Kein Wunder, dass es die rund 800 Zuhörer am Ende  nicht mehr auf den Sitzen hielt und sie mit stehenden Ovationen die Sänger feierten. Ein unter anderem gemeinsam mit dem Publikum angestimmtes "Über sieben Brücken" bestärkte  die  wohlige Atmosphäre.

Diese hatten Marc Marshall (Sohn von Tony Marshall) und Jay Alexander (bürgerlich Alexander Pfitzenmeier)  mit ihrer  Auswahl an Titeln  entstehen lassen. Das Duo stimmte  bekannte Opernarien und -duette  wie "Au fond du temple saint" aus Georges Bizets "Die Perlenfischer" oder das  "Nessum dorma" aus Puccinis Oper "Turandot"  ebenso an wie  Oldies und Popnummern à la "Blue Bayou" (Roy Orbison) oder "What the world needs now is love" (Hal David/Burt Bacharach).

Ganz auf das auch Crossover genannten Metier zugeschnitten waren  Hits, bei denen ein klassischer Tenor auf einen Popsänger trifft, wie "Miserere" (Pavarotti/Zucchero) oder "Perhaps Love" (Placido Domingo/John Denver). Jay Alexanders wandelbare und glänzende Tenorstimme und Marc Marshalls raunend-kraftvoller Bariton vereinten sich oft sehr innig und feinfühlig und füllten die Rollen passend aus. Und auch der Humor fehlte nicht - mal tänzelten sie zum Takt der Musik, fistelten beabsichtigt ihre Stimmen, um gewissen Passagen zu persiflieren, oder kündigten  einen ruhigen, sakralen Part an, um dann in ein um Mitsingen animierendes Medley aus "Butterfly", "Que sera, sera", "Les Champs-Élysées" und "La Cucaracha" zu verfallen.

Auch bei solistischen Vorträgen ernteten Marshall bei Kris Kristoffersons "Help me make it through the night" oder Alexander bei der Interpretation des Popsongs "Impossible" von Shontelle Bravorufe und Beifall. Besonderen Stellenwert nahm  der italienische Titel "La stella piu grande" ein, mit dem das 1998 gegründete Duo 2001 seinen Durchbruch schaffte. Mit schwenkenden Leuchtstäben bekundeten dazu die Fans ihre Treue.


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