"Kiek ma Kirchentag" - Christinnen und Christen aus allen Teilen der Welt sind nach Berlin gereist, wo bis zum gestrigen Samstag der 36. Deutsche Evangelische Kirchentag stattfand.

Unter dem biblischen Motto "Du siehst mich" schauen über 100 000 Menschen aller Generationen in der Bundeshauptstadt vorbei. Man sieht sich beim "Abend der Begegnung", nimmt sich und andere wahr bei Gottesdiensten, Bibelarbeiten, Vorträgen Diskussionen und vielfältigen kulturellen Angeboten.

Gleichzeitig sehe ich gut gesicherte Zufahrten zu öffentlichen Veranstaltungsorten, schwer bewaffnete Polizisten und Sicherheitsschleusen mit Taschenkontrollen.

Eine Veranstaltungsfläche ist sogar auf dem Breitscheidplatz und an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche aufgebaut. Ich sehe fröhliche junge, ältere und alte Menschen, die dem christlichen Leben vielfältig auf der Spur sind. Einige 10 000 Menschen sehen den ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama am Brandenburger Tor.

Und zwischen all diesem "Sehen und gesehen werden" blicken wir in die Geschichte aus der Bibel.

"Du siehst mich": Das stellt die junge, schwangere Frau Hagar fest, die ihrer Lebensexistenz beraubt in die Wüste flieht. Sie ist auf der Flucht und droht umzukommen.

Doch der Engel des HERRN fand sie bei einer Wasserquelle in der Wüste. Das heißt, Gottes Bote hat nach ihr gesucht und will sie retten. Er erzählt ihr von der Zukunft und der damit zu verbindenden Hoffnung, die in ihrem Kind Gestalt annimmt. GOTT lässt dich nicht aus den Augen, so die Botschaft des Gottesmannes. Und das kann sie für sich annehmen und glauben.

Die Botschaft des Kirchentages ist aktuelle Zeitansage: GOTT sieht uns jeden einzelnen voller Liebe an. Er verliert uns nicht aus den Augen, weil wir ihm alles wert sind. So können wir als befreite Christinnen und Christen in der Welt und unsere Zukunft schauen, denn ER sieht uns an. Nehmen Sie diese Segensgewissheit für sich, ihre Familie ihre Freunde und Nachbarn, aber auch für die Menschen der Welt an. Sieh mal an!

Christian Reifert ist Diplom Religionspädagoge, Fachstelle Notfallseelsorge im evangelischen Dekanat Biedenkopf-Gladenbach und er war freiwilliger Mitarbeiter beim 36. DEKT Berlin-Wittenberg.


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