Ab in die Innenstadt – wie die Athletics

Lustige Szenen vor dem Aufstellen zum Mannschaftsfoto sind für Mainz 05 - wie hier 2011 - nicht untypisch. Doch die Fotos sind in den letzten Jahren immer im Stadion entstanden. Archivfoto: Sascha Kopp

Teamfoto in der Altstadt - was die Baseballer vormachen, sollte bald auch mal wieder für Mainz 05 gelten: Verbundenheit mit der Stadt zeigen.

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. Von Bardo Rudolf

Die Athletics zählen seit vielen Jahren zu den sportlichen Aushängeschildern von Mainz. Der Baseball-Bundesligist fühlt sich eng mit der Stadt verbunden und hat deshalb in diesem Jahr für den Hintergrund seines Mannschaftsfotos bewusst ein Motiv im Zentrum der City ausgewählt. So stehen die Baseballer nun in voller Mannschaftsstärke auf den Treppen des Staatstheaters.

Da kommen Erinnerungen hoch an die 1990er Jahre, als sich der FSV Mainz 05 auch für sein Mannschaftsfoto an besonderen Punkten der Altstadt platziert hatte. Vor der Saison 1994/95 positionierten sich die Fußballer beispielsweise auf dem Rathaus-Plateau. Ein Jahr später wählten sie die Augustinerstraße für die Aufnahme. Doch bald darauf ging es wieder zurück ins Stadion. Und seitdem versammeln sich die Kicker mit einer Ausnahme (2003) für diesen Termin immer auf dem Rasen zunächst des Bruchwegstadions und dann der Coface Arena.

Einfacher ist nicht schöner

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Das ist logistisch sicher einfacher zu meistern und auch aus bildrechtlichen Gründen besser. Doch würde ein „Umzug“ in die City den Mainzern einen doppelten Imagegewinn bereiten. Zum einen würde ein solcher Bildhintergrund bundesweit den 05ern mehr Aufmerksamkeit bescheren. Zum anderen würden die Spieler wieder für einen Tag näher an die Menschen in der Stadt rücken.

Dieses Ziel hatte ja Trainer Martin Schmidt vor einigen Monaten ausgerufen. Die Verlegung der Teampräsentation auf den Domplatz oder die geplante Teilnahme des Teams am Rosenmontagszug – auch wenn diese dann dem Sturm zum Opfer gefallen war – gingen ja schon in diese Richtung. Ein Fotoshooting in der Innenstadt würde da einen weiteren Mosaikstein bedeuten.

Und auch andere Bundesligisten könnten sich daran ein Beispiel nehmen. Denn die Mannschaftsbilder ähneln sich doch alle sehr – sowohl in Erster als auch in Zweiter Liga. Dabei bieten die meisten Städte und Regionen so viele Möglichkeiten, einzigartige Motive hinter den Profis und Betreuern zu liefern. Auch in Mainz gibt es dazu ausreichend prägnante Gebäude und Plätze. Vielleicht kommt es ja hier einmal wieder zu einer Rückkehr in die 1990er Jahre.