Breidenbachs Woche: Ein “Playboy”-Häschen packt aus

Peter Altmaier Foto: dpa

Ein ehemaliges Model berichtet, Trump habe sie bezahlen wollen, sie wisse aber nicht, warum. Manchen Stahlunternehmen in Europa oder China könnte es mit dem US-Präsidenten...

Anzeige

. Wenn jemals jemand das Amt des Wirtschaftsministers authentisch verkörpert hat, dann Peter, the Body-Mass-Index Altmaier. In den USA hatte er es aktuell unter anderem mit Robert Lighthizer zu tun, dem Handelsbeauftragten von diesem Irren. Diplomatisch halten wir es allerdings für einen Affront, Altmaier einen Gesprächspartner zu servieren, dessen Name mit „Light“ beginnt. Der Ordnung halber sei darauf hingewiesen, dass jener Lighthizer mit Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, der ehemaligen Bundesjustizministerin, weder verwandt noch verschwägert ist. Auch ist uns wichtig zu sagen, dass „Handelsbeauftragter“ keineswegs bedeutet, dass er für Trump die Bezahlung von Prostituierten aushandelt.

*

Was die Sache mit den Zöllen angeht: Da teilt uns die Deutsche Presse-Agentur mit, Trump wolle „China in die Mangel nehmen“. Das Wort Flühlingslolle erscheint da in neuem Licht. Es gehe im Streit mit China vor allem um den Diebstahl geistigen Eigentums. Da ist Trump ja völlig ungefährdet. Die Chinesen werden in sich gehen, ihre Horoskope betrachten, in denen so Sachen wie das Jahr der Ratte, des Affen und des Schweins vorkommen, und 2018 dann vielleicht zum Jahr des Irren erklären.

*

Anzeige

Peter Altmaier hat seine ganz eigene Art, Handelskriege mit den USA zu verhindern. Er droht, er persönlich werde McDonalds, Burger King und Kentucky Fried Chicken boykottieren, außerdem könne sich Pizza Hut die Pizza mit doppelt Käse an den Hut stecken. Das zusammengenommen würde in kürzester Zeit zum Zusammenbruch der amerikanischen Exportwirtschaft führen.

*

Wo doch jetzt bald Ostern ist, müssen wir noch folgende Geschichte erzählen, von wegen Häschen, Bunnys und so. Die wunderbare Zeitung „Die Welt“ lässt uns wissen: Das ehemalige „Playboy“-Model Karen Mc....., nein, nicht McDonalds! Leute! Also, Karen McDougal habe dem US-Sender CNN die Kommunikation zwischen ihr und Trump so geschildert: „Nachdem wir miteinander intim waren, versuchte er, mich zu bezahlen, und ich wusste nicht, wie ich das verstehen sollte.“ Nun, Karen – wir dürfen Sie doch Karen nennen? Im Leben ist es offenbar folgendermaßen, wir kennen das auch nur aus Erzählungen: Manche Männer gehen manchmal nicht mit einem guten Buch zu Bett, sondern mit einem bösen Mädchen. Und dann zahlen diese Männer auch Geld. Warum? Das muss man differenziert betrachten. Je nach Lage des Falles könnte es sich um eine Erfolgsprämie handeln, um Erschwerniszulage oder Schmerzensgeld. Möglicherweise ist es auch eine Abfindung, weil man sich mit gewissen Dingen einfach abfinden muss. Mutige ziehen vielleicht eine Analogie zum Fußball, wo es bekanntlich Handgeld und sogar Nichtabstiegsprämien gibt. Also, Karen, jetzt überlegen Sie mal.

*

Die Deutsche Presse-Agentur teilt uns mit: „Tausende Zugvögel sind wegen des erneuten Kälteeinbruchs im Westen Deutschlands gestrandet.“ Zugvögel, das sind die, von denen die ICEs aus dem Schlamassel gezogen werden, wenn die ICEs sich mal wieder verfahren und Wolfsburg auf der Strecke vergessen haben. Warum Zugvögel „Zugvögel“ heißen – ist doch klar: Schlittenhunde ziehen Schlitten, Packesel tragen manchmal Pack, Hirtenhunde hüten Hirten und Zitronenfalter falten Zitronen, oder so. Nun warnen Naturschützer aber davor, dass diese Zugvögel derzeit kaum Nahrung fänden. Ey, geht‘s noch? Dann macht halt den Abflug in den Speisewagen, so schlimm ist das dort doch auch nicht!