Breidenbachs Woche: U-Boot-Ursula – Die Geier stehen Schlange

Ursula von der Leyen (CDU). Foto: dpa

Ex-Zivildienstleistende wollen der Verteidigungsministerin den Stuhl unterm Hintern wegziehen. Und bei Boris Becker kommt einiges unter den Hammer.

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. Die SPD ist die Partei der Gerechtigkeit. Deshalb kloppt die SPD nicht nur ihre eigenen Leute in die Tonne – Martin Schulz, Andrea Nahles – , sondern auch gern mal andere. Zum Beispiel jetzt die arme Verteidigungsministerin von der Leyen, U-Boot-Ursula, wie wir sie nennen, die EU-Kommissionspräsidentin werden will. Jens Geier, deutscher Gruppenchef der SPD im EU-Parlament, ließ ein Papier verteilen, in dem Anschuldigungen gegen von der Leyen stehen. Jens Wer? Geier. Nun ja, der Mann, Jahrgang 1961, war nicht bei der Bundeswehr, sondern Zivildienstleistender. Kein gutes Omen. Auch der Name. Wir kennen da einen Western: „Django, die Geier stehen Schlange.“ Ferner gibt es im Schach eine Eröffnung, die „Geier“ genannt wird. Wir zitieren Wikipedia: „Schwarz zieht ohne Not eine bereits entwickelte Figur ein weiteres Mal“. Zieht die CDU die bereits entwickelte von der Leyen ein zweites Mal?

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Das Geier-Papier lastet von der Leyen „die Berater-Affäre“ und die Sache mit der „Gorch Fock“ an. Womit leider nicht gemeint ist, von der Leyen habe sich bei einer Kaffee-Kreuzfahrt in den Bug der „Gorch Fock“ gestellt wie Kate Winslet im Film in den Bug der „Titanic“, und dann habe die Marine-Führung Leonardo DiCaprio mit einem Millionen-Beratervertrag dazu gebracht, von der Leyen von der Rückseite her zu umarmen. Das wäre ja noch romantisch. Nein, die „Gorch Fock“-Sanierung wird ein paar Euro teurer als geplant. Ungefähr 120 Millionen Euro teurer.

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Guter Übergang. Um Schulden zu bezahlen, muss Boris Becker Erinnerungsstücke versteigern lassen. Wir wissen nicht, ob darunter auch ein Besenstil aus der Besenkammer ist, in der Becker 1999 mit Frau Ermakowa, Vorname, kein Scherz: Angela, die Tochter Anna.... nun, wie sollen wir sagen, also: die technischen Feinheiten der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle in diesem Fall sind hinlänglich diskutiert worden. Schriftlich geben wir dazu keine Erklärungen ab. Vielleicht mündlich. Nach Informationen aus Kolleginnenkreisen wird in der Fachwelt jetzt auch diskutiert, ob es sich nicht um eine Besen-, sondern um eine Wäschekammer handelte. Wenn dem so wäre, müsste man die Frage stellen, ob bei der Versteigerung jetzt auch ein Wäscheständer versteigert wurde. Aber diese Frage wäre vielleicht zu frivol.

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Schock!! „Friseurbesuche werden teurer“, warnt uns die Deutsche Presse-Agentur. Sofort wird gendermäßig draufgehauen: „Frauen lassen sich ihre Haare nicht nur viel öfter schneiden, sondern auch mit Farbe behandeln.“ Ob Männer das nicht genau so oft machen, sei dahingestellt. Wenn wir nur daran denken, wie sich der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier vor einigen Jahren seine bis dahin blonden Haare praktisch über Nacht grau färben ließ! Gefragt bei Friseurkunden seien Zusatzleistungen wie etwa hochwertige Getränke, lesen wir. Der Begriff „Haarwasser“ erscheint da in neuem Licht. Zudem stellt sich die Frage, ob das gut ist, wenn der Friseur während seiner Arbeit harten Alkohol konsumiert. Und ob es dann nicht zu einer Situation kommt, wie sie diese kleine Anekdote erzählt:_Der Friseur rasiert einen Kunden, der eine Armprothese hat. Dem Friseur rutscht das Messer aus, er schrammt das Kinn des Kunden mehrmals. Das ist dem Friseur peinlich. Er will die Situation mit Smalltalk retten und fragt:_„Waren Sie schon öfter bei uns?“ „Nein“, antwortet der Kunde ruhig, „meinen Arm hab‘ ich bei einem Unfall verloren.“