Die Rückkehr der Saarländer

Annegret Kramp-Karrenbauer. Foto: dpa

Schock!! Eine Website. Ein fettes Emblem „60 Jahre Saarland“. Und im Bild darunter lächelt ein wenig heimtückisch die saarländischen Ministerpräsidentin...

Anzeige

. Am 1. Januar 2017 feiert das Saarland den 60. Jahrestag seines Beitritts zur Bundesrepublik. Mmhh. Die Frage ist bloß: Feiern wir in der Bundesrepublik das auch? Das Saarland, so behaupten Rassisten, sei eine wunderbare Mischung aus Bier und Minderwertigkeitskomplexen aber zugleich auch aus Schwenkbraten und Größenwahn. Kommt ein Mann ins Schreibwarengeschäft und sagt: „Ich hätte gern einen Globus, aber nur vom Saarland.“

* Wir lesen bei Wikipedia: „Am 23. Oktober 1955 wurde eine Volksbefragung über eine Europäisierung des Saarlandes durchgeführt, in der 67,7 Prozent der abstimmungsberechtigten Saarländer Nein sagten und sich damit gegen das von Adenauer mit den Franzosen ausgehandelte Saarstatut aussprachen. Die Franzosen lenkten sofort ein.“ Klar, die waren heilfroh, dass sie aus der Nummer rauskamen. Vollzug 1957, am Neujahrstag – logisch, so was hältst Du nur mit einem Restalkohol-Pegel jenseits von zwei Promille aus. Erhellend, was die neutrale „Neue Zürcher Zeitung“ dazu schreibt: Das Saarstatut habe das Saarland „zu einem außerstaatlichen Territorium“ erklären wollen. Aha, quasi extraterrestrisch, ET-mäßig. „Nachhause telefonieren.“ „Saarlouis, wir haben da ein Problem.“ „Die Rückkehr der Jedi-Saarbrücker.“ „Möge die Kramp-Karrenbauer mit Euch sein.“ „Becker Heinz – beam‘ ihn hoch.“ Und Darth-„Lafontaine“-Vader keucht in Richtung Heiko-„Luke-Skywalker“-Maas: „Überraschung, ich bin Deine Mutter.“

* Wir wussten immer: Da draußen gibt es intelligentes Leben! Unser Leser Karl-Heinz L. aus U. schreibt: „Sie sind dafür verantwortlich, dass ich den zweiten Weihnachtsfeiertag gedankenversunken in der Ecke saß und überlegte, ob ich in der Vergangenheit irrtümlich den großartigen Christian Anders für den Sänger des Liedes ‚Es fährt ein Zug nach Nirgendwo‘ gehalten habe.“ Ja, ja, ja! Es gibt Menschen, die sich am zweiten Weihnachtsfeiertag nicht sinnlos betrinken und/oder den Baum abfackeln, sondern über die wirklich wichtigen Dinge des Lebens nachdenken. Wir hatten in der vergangenen „Woche“ irrtümlich Michael Holm als Sänger jenes Liedes genannt, wahrscheinlich inspiriert von Holms Hit von 1970 „Barfuß im Regen“, womit ja ohne jeden Zweifel ein Bahnreisender gemeint ist, dem es die Schuhe auszieht angesichts der Kaltschnäuzigkeit der Bahn, die schon 1970 nicht mehr ganz dicht war und einen Dachschaden hatte. Herr L. aus U. hat natürlich recht, es war Christian Anders. Und Herr L. zitiert auch gleich noch Wikipedia, wonach Anders früher in einem vergoldeten Rolls-Royce durch die Gegend fuhr. Nun, in Wahrheit war das wohl kein Gold, sondern nur die veredelte, saarländische Mischung aus Feinstaub und gefakten Diesel-Abgasen.

* Berti Vogts ist 70 geworden. Wie meinen? Nein, der war schon immer so klein. Epochal sein „Tatort“-Auftritt von 1999, Worte für die Ewigkeit: „Gib‘ dem Kaninchen eine Möhre extra, es hat uns das Leben gerettet.“ Fortan sagten viele Züchter zu ihrem Lieblingshasen „Berti, der Rammler“, und der Begriff „volle Möhre“ erschien in neuem Licht. Ferner ließ der „Playboy“ seine Bunnys nur noch in veganen Kostümen auftreten.

Anzeige

* A propos. Ernährungsminister Christian Schmidt (CSU) will, dass vegane Currywurst nicht mehr so heißen darf. Wenn das in die Hose geht, wird unser aller Kanzlerin über den CSU-Chef Magic Horst Seehofer spotten: „Heul‘ doch, Du Wurst!“

* Am 27. Dezember war ja Umtauschtag. Laut Gerüchten meldeten sich Millionen Amerikaner bei der Telefonseelsorge, die dort CIA heißt, und fragten, ob sie Trump noch umtauschen könnten.