Die Schaumgeborene

Angela Merkel im Urlaub auf Ischia. Foto: dpa

Unser aller Kanzlerin kam auf Ischia angeblich ins Schwimmen. Jetzt sehen wir "Baywatch" und Pamela Anderson mit ganz anderen Augen.

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. Rufen wir nicht fortwährend nach der Wahrheit? Der reinen? Der unverhüllten - um kein härteres Wort zu benutzen? Und wenn wir sie dann haben, müssen wir dann nicht den Dingen mutig ins Auge schauen? Also. Unser aller Kanzlerin fuhr in Urlaub, nach Ischia. Und die Fotos, die uns von dort erreichten, trafen offenbar manchen Nerv. Wie der Name schon sagt: Ischiasnerv....kleiner Scherz. Nerv und Insel haben nichts miteinander zu tun. Ja, wie sollen wir das beschreiben. Sagen wir mal so: Der Begriff "die Wogen glätten" erscheint jetzt in neuem Licht, ebenso die wunderbare Fernsehserie "Baywatch" mit David Haselnuss, oder wie der Knabe heißt, und Pamela Anderson. Ja. Seit Ischia sehen wir Pamela Anderson mit anderen Augen. Vielleicht gibt es demnächst eine lustige Serie analog "Tatort mit Till" (SWR 3): "Abtauchen mit Angela"

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Wasser, Meer: Was weckt das für wunderbare Assoziationen! Arielle, die Meerjungfrau. Die Käpt‘ns Nemo, Blaubär und Iglo. Fischlein, duck dich. Friedrich Schillers Gedicht "Der Taucher": "Wer wagt es, Rittersmann oder Knapp‘//zu tauchen in diesen Schlund..." Nun, Merkels Ritter Peter, the Body-Mass-Index Altmaier käme da jedenfalls nicht infrage, das würde in einem engen Schlund wirklich zu knapp. Vielleicht wollte die Kanzlerin auch einfach italienische Verhältnisse näher kennenlernen und Luca Brasi suchen, der ja bekanntlich bei den Fischen schläft.

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Was der Sache nun einen welthistorischen Hintergrund verleiht, ist dies:Die Kanzlerin und ihr Gemahl Prof. Joachim Sauer, Salpeter-Achim, wie wir ihn nennen, besuchten laut Nachrichtenagentur AFP die Aphrodite-Therme. Und da kommen wir beim besten Willen nicht umhin, zu sagen, dass das tief blicken lässt. Aphrodite, so steht es geschrieben bei Wikipedia, war in der griechischen Mythologie die Göttin der Liebe, der Schönheit und der sinnlichen Begierde. Aphrodite wird auch "die Schaumgeborene" genannt. Wir ersparen uns Details, wir sind schließlich eine Familienzeitung. Nur soviel:Zeugungs- und Geburtsakt müssen, typisch Griechen, ein wenig chaotisch verlaufen sein, was möglicherweise für "Schaumschlägerei" Pate stand, auch wenn die in der Politik, in der griechischen wie der deutschen, völlig verpönt ist. Als Erstes sei Aphrodite dann an der Küste von Zypern (!) an Land gegangen, um den Euro zu retten....Scherz. Aber wir sehen, wieder mal hängt alles mit allem zusammen.

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Wir lesen ferner, dass Aphrodite oft in Verbindung mit Tieren wie Taube, Schwan, Bock, Delfin und Hase gebracht wird. Da sehen wir Bezüge zu praktischen Lebensregeln und somit zur aktuellen Politik. Zum Beispiel: Lieber eine Taube am Pool als eine Lahme am Frühstückstisch. Oder der Schreckensruf nach der zweimillionsten Eurorettung: "Mein lieber Schwan." Hinterher sagen viele dann, da sei mal wieder der Bock zum Gärtner gemacht worden, während sich die Schuldigen herausreden: "Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts." Manchmal kommt es einem auch so vor, als sei so eine Eurorettung wie eine Runde Flippern, was dann mit "Delfin" zusammenhinge.

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Berühmt ist auch Aphrodites magischer Gürtel "charis". Wie meinen? Nein, das ist nicht vergleichbar mit dem Schwarzen Gürtel beim Judo. Abgeleitet von Aphrodite ist der Begriff Aphrodisiakum. Nein, liebe Kinder, das ist nicht das Zeug, das sich die Politikerinnen und Politiker nachts bei den Eurorettungsrunden in Brüssel reinziehen. Hoffen wir wenigstens. Irritiert hat uns der Hinweis, zu den Pflanzen, die in der Antike wegen ihrer aphrodisischen Wirkung geschätzt wurden, gehöre auch der Sauerampfer. Wir vermuten aber, dass er nicht nach Prof. Joachim Sauer benannt wurde.

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Wertvolle Zusatzhinweise zu den Quellen auf Ischia verdanken wir www.sitalia.com. Dort heißt es, die Thermalquellen würden "von der hochradioaktiven Quelle Linda gespeist". Nicht mal im Urlaub hat die arme Kanzlerin vor der Endlagerproblematik Ruhe! Vorhanden seien auch zwei Snackbars. Sehr gut, für den kleinen Hunger zwischendurch. Ferner gebe es auch eine FKK-Zone. Ach ja. Soso.

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Brutal schwerer Übergang jetzt zu Günther Oettinger, der wegen mangelhafter Englisch-Kenntnisse nicht mehr baden-württembergischer Ministerpräsident sein durfte, sondern nur noch EU-Energiekommissar. Günther, the Englishman, wie wir ihn nennen, gab der FAZ am 2. April ein epochales Interview. Wir setzen voraus, dass Oettinger wenigstens die Fachbegriffe für "Strompreisbremse": stream-prize-breakdance, "Einspeisevergütung": in-eating-begooding, und "erneuerbare Energie":he-newer-cash-energy draut hat. Interviewsätze und die englische Übersetzung, die wir Oettinger vorgeschlagen hätten. "Deutschland ist wirtschaftlich so stark, dass es Gefahr läuft, notwendige Projekte, auch den Ausbau der Infrastruktur, zurückzustellen." Germany is in the restaurants so strongly, that it runs danger to backtostand need-turnaround (not-wendige) projectils, also the outbuilding of the internal-eating-structure (Infraß-Struktur). Ferner: "Ich rate Deutschland, kein endgültiges Nein zum Fracking zu formulieren." I bicycle Germany, not to Formel 1 a end-guilty No to the wonderfull schwarze Oberkellner-Anzüge with the Schwalbenschwänze. Und last but not leasing: "Wir müssen auch die Osteuropäer, die ihre Industrie weiter ausbauen wollen, an Bord holen." We first must buy prostitutes and cocaine for guys like Lukaschenko and their gang.