Eine Frage des Geldes

Im Vorjahr erntete Yunus Malli (re., mit Christian Clemens und Pierre Bengtsson) beim Duell mit Borussia Dortmund ein BVB-Leibchen beim Trikottausch. Zieht er es bald ganz offiziell an? Archivfoto: rscp/Vigneron

Dass Yunus Malli die Nullfünfer Richtung Dortmund verlassen wird, ist keine Frage der Zeit, sondern eine Frage des Geldes. Im Sommer sind zehn Millionen Euro festgeschrieben....

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. Von Dennis Rink

Es bestehen kaum noch Zweifel, dass Yunus Malli den Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05 verlassen und zu Borussia Dortmund wechseln wird – in diesem Winter oder spätestens im Sommer. Der 23-Jährige hat eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag und kann die 05er dann für eine festgeschriebene Ablösesumme verlassen. Diese soll bei rund zehn Millionen Euro liegen. Da 05-Manager Christian Heidel davon ausgehen kann, dass sein Spielmacher ohnehin im Sommer weg ist, könnte er nun – ein halbes Jahr vorher – ein noch ordentlicheres Geschäft mit Malli machen. Verschiedene Medien berichten, dass der BVB rund 13 Millionen Euro bietet.

Dass Thomas Tuchel in Dortmund nach den Abgängen von Jonas Hofmann und Adnan Januzaj intern Druck macht und Verstärkungen fordert, spielt Heidel in die Karten. Jeden Tag, den der Manager den Transfer in die Länge zieht, steigt der Druck auf den BVB – und die Bereitschaft, noch etwas draufzulegen.

Abgang wäre verkraftbar

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Dabei weiß Heidel, dass die Mainzer durchaus in der Lage sind, einen Abgang ihres besten Hinrunden-Torschützen zu verkraften. Natürlich fehlen ihnen acht Treffer, allerdings hat der FSV ausreichend Torgefahr im Kader, um das aufzufangen. Taktisch bieten sich Trainer Martin Schmidt einige Möglichkeiten. Er könnte etwa den agilen Yoshinori Muto aus dem Sturm auf die Malli-Position ziehen und Jhon Cordoba als einzige Spitze aufbieten. Muto wäre dann zwar nicht der technisch versierte Ballschlepper, würde dafür aber mehr Drang in den Strafraum mitbringen. Das wäre dann eben eine andere Art Zehner.

Die zweite Alternative könnte Philipp Klement sein. Der 23-Jährige hat seine Qualitäten bereits angedeutet und könnte die Malli-Rolle zumindest punktuell ausfüllen. Auf Anhieb ein dauerhafter Vertreter – das wäre noch ein wenig zu viel. Und bei all diesen Gedankenspielen muss man natürlich noch Besar Halimi im Hinterkopf haben. Den 21-Jährigen haben die Mainzer erst von den Stuttgarter Kickers geholt und ihn dann an den Zweitligisten FSV Frankfurt verliehen. Dort macht Halimi eine sehr gute Figur und steht im Sommer wieder in Mainz auf der Matte. Als der neue Malli.