Ferdi, hol’ schon mal den Wagen

Ferdinand Piëch steigt aus einem Ein-Liter-Auto XL1 von Volkswagen. Archivfoto: dpa

Bei VW und Porsche stehen ein paar Giganten gleichzeitig auf Gas und Bremse. Und auch bei Lahm und Leyen läuft's nicht lustig. (Fast) jeder Schuss kein Treffer.

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. Wir hatten da kürzlich noch eine Sache gelesen, die wir keinesfalls unterschlagen wollen, sonst heißt es wieder, wir unterdrückten wichtige Meldungen über Frauen. Das Fachmagazin "Playboy" teilt mit, dass Anke Engelke einer Umfrage unter Männern zufolge die lustigste Frau Deutschlands ist. Super Entscheidung. Wie meinen? Nein, wir hatten keine andere im Sinn. Überhaupt keine andere. Eine bestimmte mit M. schon gar nicht! Erschreckt hat uns derweil eine Überschrift in der Frankfurter Rundschau, die einen berühmten Modeschöpfer betrifft: "Harald Glööckler lässt den Landburschen raus." Glööckler hat sich aber nur ein Grundstück in der Pampa gekauft.

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Kommen wir zum wirklich harten Leben. Es gibt magische Sätze, die die Welt verändern. Viele dieser Sätze kommen recht lyrisch daher. Zum Beispiel: "Du scheißt Dir doch vor Dir selbst in die Hose" - der Hinweis, den der kürzlich verstorbene Fußballer Wolfram Wuttke einst einem Linienrichter zukommen ließ. Oder, aus einem berühmten Film: "Entweder, Deine Unterschrift kommt auf den Vertrag, oder Dein Gehirn." Viele solcher Sätze haben aber auch mit Autos zu tun, und das kann kein Zufall sein. Zum Beispiel: "Harry, hol' schon mal den Wagen." Oder: "Wolfsburg, wir haben da ein Problem." Oder: "Niemand hat die Absicht, einen Porsche zu errichten." Sie merken schon, worauf wir hinaus wollen: die Gigantenschlacht bei VW und Porsche. Wobei uns im Angesicht von Ferdinand Piëch weitere magische Sätze in den Sinn kommen, zum Beispiel: "Spiel' mir das Lied vom Tod". Piëch erinnert uns schwer an Darth Vader aus "Star Wars". Vor rund drei Wochen sprach Piëch mit Blick auf den VW-Vorstandschef den magischen Satz: "Ich bin auf Distanz zu Winterkorn." Gut. "Ich bin dein Vater" wäre altersmäßig nicht gegangen. Und jetzt ist es so: Piëch, Du hast da ein Problem.

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Wenn man sich die alten Bilder anschaute in den Zeitungen, wusste man schon: Das geht schief. Da sah man einen "Opa mit dem Auto", so die Süddeutsche Zeitung: Ferdinand Porsche, der Konstrukteur des legendären "Käfer", der dann aber doch eher zu Porsche tendierte, weil man damit die schärferen Bräute bekam. Und neben dem Alten sind zwei Knaben zu sehen: die Cousins Ferdinand Alexander Porsche und Ferdinand Piëch. Die guckten damals schon beide so, dass man wusste, das knallt irgendwann. Deshalb: lieber Cousinen als Cousins. Die beiden Knaben wurden "Butzi" und "Burli" genannt. Geht's noch??!! Tralala und "Dutzidutzidutzi" zur Show, in Wahrheit aber als Babys nicht lange genug gestillt, deshalb später Zoff bis aufs Blut.

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Da können wir von Glück reden, dass es keine gemeinsamen Kinderbilder von Thomas de Maizière und Ursula von der Leyen gibt. Aber immerhin: von der Leyen bekam als Kind den Spitznamen "Röschen". Sie nahm de Maizière 2013 das Verteidigungsministerium ab und sagt mittlerweile, sie habe "ganz tief in den Maschinenraum hineingeschaut."

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"Schaaatz, ich hab' ganz tief in Deinen Maschinenraum hineingeschaut."

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Jetzt weiß von der Leyen, dass sie in ihrem Laden Marinehubschrauber hat, die Schwimmflügelchen brauchen, gepanzerte Fahrzeuge, bei denen ein Besenstiel das Waffenrohr ersetzt, gemäß dem alten deutschen Soldatenmotto: "Wenn das Ding trifft, fress' ich einen Besen", und das Gewehr G36, bei dem man besser den Finger vom Abzug lässt und stattdessen lieber laut "Bumm" schreit, um den Taliban zu erschrecken. Röschen auf dem Schlauch statt Röslein auf der Heiden. Übrigens hat der Bundesnachrichtendienst im Auftrag der NSA schon vor langer Zeit in Sachen "G36" recherchiert und was Tolles herausgefunden. Es schießt in Wahrheit überhaupt nicht. Es ist nur virtuell. Ungefähr wie Philipp Lahm im Elfmeterschießen gegen Dortmund.

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Ist eigentlich dieser kahlköpfige spanische Loser noch Trainer bei den Bayern? Wobei: Dieses Pokalhalbfinale hatte Dortmund schon vor dem Anpfiff gewonnen. Reus war auf der Fahrt zum Stadion nicht mit einem falschen holländischen Lappen mit 200 innerorts geblitzt worden, und Kloppo hatte von seiner Frau offenbar eine zufriedenstellende Antwort auf die Frage bekommen, was sie - siehe "Bild"-Zeitung - von Gerüchten halte, sie habe ihn wegen eines Seitensprungs mit einer Spielerfrau rausgeworfen. Wobei letztlich doch unklar bleibt, ob jemand ganz tief in den Maschinenraum von jemand anderem geschaut hat - und wer.