Gianis, hol’ schon mal den Grexit

Ein griechisches Lokal in Stuttgart. Foto: dpa

Wir wissen ja nicht, was Sie am Wochenende so vorhaben. Vielleicht sollten wir alle gemeinsam zum Griechen gehen. Alte deutsche Bauernregel: Freunde in der Not//gehen Tausend...

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. Der Süddeutschen Zeitung entnehmen wir, dass der US-Geheimdienst NSA jahrelang die Telefone von Ronald Pofalla und Volker Kauder abgehört habe. Ohne jedes Ergebnis. Über die Nummer von Peter, the Body-Mass-Index Altmaier haben die Amis wenigstens die Adressen von ein paar anständigen Pizza-Läden erfahren. Nach Abhöraktionen bei Helmut Kohl vergab die NSA geheime Forschungsaufträge an alle amerikanischen Elite-Universitäten: "Who the Fuck is Bimbes?"

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Unkonventionelle Lösungen sind jetzt gefragt. Ebenfalls in der Süddeutschen lesen wir, dass der Transfer des Schalker Fußballprofis Sidney Sam zur Frankfurter Eintracht an erhöhten Nierenwerten Sams gescheitert sei. Nachdem Sam das erfahren habe, sei er, so berichtet die Zeitung "Reviersport", in Erkrath bei Düsseldorf mit dem Auto gegen eine Straßenlaterne gefahren. Wir haben uns erkundigt. So was hilft nicht gegen überhöhte Nierenwerte.

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Wir wissen nicht, wie es um die Gesundheit von Gianis Varoufakis bestellt ist (wir haben allerdings gewisse Vermutungen). Varoufakis, das ist diese Motorrad fahrende Mischung aus Bruce Willis und Dracula auf Ecstasy, kein Hemd in der Hose, letztlich aber auch keinen Arsch in derselben. In seiner Zeit als griechischer Minister lief es zwischen ihm und Jauch in der ARD nicht so gut. Böse Zungen behaupten, Gianis, wie wir ihn nennen, wollte deshalb noch mal zu Jauch, aber bei RTL, "Wer wird Millionär." Seine Bedingung: Höchstgewinn nicht eine Million, sondern eine Milliarde Euro. Dann halbe halbe zwischen Gianis und der Athener Staatskasse. Er scheiterte aber, weil er sich beharrlich weigerte, die 50-Euro-Frage zu beantworten: "Wer ist der größte Vollhorst der vergangenen sieben Monate? Antwort A: Gianis V. Antwort B: G. V. Antwort C: Gianis. Antwort D: Varoufakis."

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Nach dieser Schmach stellte Gianis, der Motorradfreak, angeblich einen Aufnahmeantrag bei den Hells Angels. Aber die lehnten ab mit dem Hinweis: zu unseriös.

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Gerüchten zufolge versuchte es Gianis, von Beruf - kein Scherz - Wirtschaftsprofessor und Spezialist für Spieltheorie - dann in Las Vegas. Er soll dort aber ein paar komische Sachen gemacht haben, sodass der Hotelmanager, der eine verblüffende Ähnlichkeit mit Robert de Niro aufwies, Gianis beiseite genommen und ihn gefragt habe, ob er schwimmen könne, und ob er den Namen "Luca Brasi" schon mal gehört habe.

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Trotz allem ist die prinzipielle deutsche Hilfsbereitschaft ungebrochen. Bundespräsident Joachim Gauck plant angeblich eine Rede: "Freiheit für Griechenland. Egal wie. Aber ohne Euro." Ferner gibt es wohl schon eine Spendenhotline unter der Adresse www.isch-over@schaeuble.de.

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Verworfen wurden dem Vernehmen nach Pläne des griechischen Parlaments für eine neue Staatsflagge mit dem Wappentier Känguru: nichts im Beutel, aber große Sprünge machen. Frauke Petry hat derweil im sächsischen Landtag beantragt, aus den Resten der Akropolis überall in Europa Mauern zu errichten als Schutz gegen die Asylantenflut...Nein, das war jetzt nur ein rüder Scherz der Lügenpresse.

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Für die Zeit nach einem Grexit liegen in Athen wohl schon brutal harte Pläne parat. Otto "Rehhakles" Rehhagel wird wieder Fußballnationaltrainer, assistiert von Andy Möller, der sagt: "Drachme oder Lire, egal, Hauptsache Georgien." Pressesprecher aller griechischen Sportverbände wird der siebzehnjährigste Leimener aller Zeiten, äähh... Griechischer Verteidigungsminister wird Felix Magath. Er versteigert alle Düsenjäger bei Ebay und schafft dafür neue Medizinbälle und Bleiwesten an. Das anonyme Angebot einer gewissen Ursula L. aus B., sehr günstig für einen Fuffi pro Stück Gewehre der Marke G 36 kaufen zu können, lehnt Magath ab.

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Auf der Zielgeraden wurde es dann noch mal richtig lustig. Premier Tsipras ließ sich nicht von dem Hinweis der EU abschrecken, er möge sein neues Angebot in Brüssel beim Pförtner abgeben, ruhig in einem offenen Umschlag, sei doch eh egal. Dort lag dann angeblich wirklich ein Zettel mit der Anweisung, die EU möge 60 Milliarden (inclusive Mehrwertsteuer) in kleinen gebrauchten Dollarscheinen auf ein Schweizer Nummernkonto überweisen. Die EU hält das mehrheitlich für einen blöden Witz, vorläufig. Andere meinen, in dieser ganzen Show sei ihnen das Lachen schon mehrmals fast zu spät im Hals steckengeblieben.