Höhenflüge nur bei Loddar

Hubschrauber - eher am Boden als in der Luft. Foto: dpa

Viele Helikopter der Bundeswehr sind kaputt und sagen: "Wir müssen unten bleiben." Das ist natürlich voll doof.

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. Verteidigungsministerin von der Leyen, U-Boot-Ursula, wie wir sie nennen, hat die Kurden im Irak besucht. Entgegen bösartiger Behauptungen hat sie die dortigen Würdenträger allerdings nicht angefleht, der Bundeswehr mit Helikoptern und Kampfflugzeugen auszuhelfen, weil die Bundeswehr-Soldaten ihre Fortbewegungsmittel immer öfter auf dem Schrottplatz wiederfinden, wie manche behaupten. Angeblich haben einige Fahrzeuge keinen Motor mehr, sodass sie geschoben werden müssen. Womit den Einheiten, die wir als "Nachschub-Bataillone" kennen, eine neue Bedeutung zukäme. Die Kurden zeigten sich angeblich überrascht. Insofern müsste Karl May, wenn er noch lebte, seinem Buch "Durchs wilde Kurdistan" ein neues Kapitel hinzufügen. * Schockiert lesen wir bei "Spiegel online": Von 43 Hubschraubern der Marine seien nur drei einsatzbereit. Zunächst mögen sich Laien fragen, wieso die Marine Hubschrauber braucht, nach dem Motto: "Habt ihr denn nicht mehr eure kleinen Schiffe?" Aber bei der Marine muss man natürlich auch an die Nichtschwimmer und Wasserscheuen denken, deshalb die Hubschrauber. Genauso, wie man bei der Luftwaffe an diejenigen denken muss, die Höhenangst haben. Die werden dann zu Ursula auf die U-Boote versetzt. * Wie auch immer: drei von 43 Hubschraubern, das erscheint uns relativ wenig. Wir lesen konkret: "Erste Nieten sollen abgerissen sein." Nieten weg, das ist normalerweise rein menschlich und für‘s Betriebsklima gut, für einen Helikopter vom Typ "Sea Lynx" technisch allerdings nicht so, er soll nämlich Piraten jagen. Ja, was macht uns da noch Hoffnung? Vielleicht Berichte, wonach bei sogenannten Helikopter-Eltern, also solchen, die bei der Interessenwahrnehmung ihrer Kinder ("Mutti, du bist peinlich") leicht hochgehen und unheimlich Wind machen, dass da schon geringste Stückzahlen eine enorme Durchschlagskraft entfalten. Andererseits hat aber auch niemand davon gehört, dass Helikopter-Eltern Piraten aufgestöbert und in die Flucht geschlagen hätten, höchstens Lehrerinnen und Lehrer. Beim Helikopter-Typ "Sea King" sei die Lage noch schlimmer, so lesen wir, da stehe nur ein Exemplar für Rettungsflüge parat. Kritische Kreise argwöhnen allerdings, dass es sich dabei um einen Leih-Heli vom ADAC handelt. * Ursula von der Leyen überlege derweil, so wird persifliert, ob sie Rettungsmechanismen aus ihren früheren Verwendungen zum Einsatz bringen könnte. So sei an die Garantierung von Kitaplätzen für alle Helikopter bis zum Alter von 30 (dreißig) Jahren gedacht, für Helikopter, die der CSU angehören, ersatzweise eine Geldzahlung, die sogenannte Heli-Herdprämie. Ferner: Als die Ministerin gehört habe, dass man derartiges Militärgerät nicht einfach irgendwo kaufen könne, habe sie die Worte "Zalando" und "Amazon" gemurmelt. Woraufhin auch noch der letzte einsatzbereite "Sea King" vor Schreck auseinandergebrochen sei. * Kommen wir zu den wirklich wichtigen Dingen. Loddar Matthäus (53) will zum fünften Mal heiraten. Seine Braut, die Russin Anastasia Klimko (26), habe ihn erst mal googeln müssen, lesen wir. Tja, die neuen Zeiten. Das hätte sich vor 40 Jahren mal ein Bräutigam erlauben sollen, zu sagen: "Schatz, ich muss Dich erst mal googeln." Anastasia ist Headhunterin, und das hätte sich der Loddar auch nicht träumen lassen, dass eine Headhunterin sich ihn mal greift. Wie super Anastasia und Loddar zusammenpassen, lesen wir in "Bild": "Anastasia versteht Deutsch fast komplett, aber spricht es noch nicht gut."