London - Roadshow statt Fashionshows

Blumenprint bei Taka Naka in London. Foto: Anja Kossiwakis

Mein Auftakt in London war unerfreulich, doch mit feinem Näschen habe ich es doch noch aufgespürt, das Fashion-Week-Feeling.

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. Für 19,99 Euro habe ich einen Flug nach London bekommen. Das ist ja wirklich ein Schnäppchen. Um 2.30 Uhr klingelt der Wecker, denn ich fliege mit Ryan Air. Kurz vor 7 Uhr lande ich in London Stansted. Perfekt! Dann kann ich mir gleich ein englisches Frühstück bestellen. Aber der Nationalexpress steht nur im Stau. Nach 2,5 Stunden bin ich endlich in London. Anstatt zu frühstücken, hetze ich zum Hotel, um meine Einladungen abzuholen. Völlig umsonst. Die erste Fashion-Show habe ich schon verpasst.

Die andere Einladung ist gar nicht im Hotel angekommen. Die nette Dame von der Rezeption sucht mir im Internet die Adresse raus. Die Show findet im Innercircle des Regent Parks statt. Da ich noch Zeit habe, genieße ich die Sonne im Park und beobachte den Graureiher am Fluß. Ist das idyllisch hier. Aber den Topshop Showspace finde ich hier leider nicht...

Das kann doch nicht wahr sein. Auch die nächste Show findet ohne mich statt.

Begeisternde High Heels

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Gott sei Dank weiß ich, wo ich die Showrooms der Designer finde - im Somerset House. Als ich einen jungen Mann mit einem riesigen Tigerkopf auf dem Rücken und neben ihm eine Dame mit riesigem Hut entdecke, ist es da: das Fashion-Week-Feeling!

Die High Heels von Kerrie Luft begeistern mich. Die weißen Stiefeletten mit dem gebogenen Absatz sind mein Favorit. Im nächsten Showroom entdecke ich Mützen und Schals von "Wool and the gang". Cooler Name!

In der Royal Academy of Art präsentiert Taka Naka die neue Kollektion. Blumenprints prangen auf allen Kleidern. Das türkisfarbene Kleid mit lila Blumen ist für mich das Highlight der Kollektion. Wenigstens eine Fashion Show habe ich gesehen...

Anja Kossiwakis