Mehr Macht für Kinder? So ist Ihre Meinung

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Kinder dürfen in Deutschland nicht wählen. Noch nicht? Viele sprechen sich für eine Senkung des Wahlalters aus – auf 16 oder ein noch niedrigeres Alter. Foto: dpa

Sollten Kinder und Jugendliche mehr politischen Einfluss haben? Das haben wir in unserer Zukunftsserie gefragt. Unsere User finden: Ja. Und sagen, wie es konkret gelingen kann.

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REGION. Schon in manchen hessischen Kitas lernt der Nachwuchs, was Demokratie ist und welche Rechte Kinder haben. In Wiesbaden dürfen sich junge Menschen im Jugendparlament sogar schon an der Stadtpolitik beteiligen – auch wenn sie manchmal auf Widerstände oder Desinteresse stoßen. Das hat unsere Zukunftsserie gezeigt, in der wir gefragt haben: Was wäre, wenn Kinder und Jugendliche mehr Macht hätten?

In einer Umfrage im Artikel haben wir auch Sie gefragt, ob dieses Szenario eintreten sollte. Das Ergebnis: Ein Drittel der Umfrage-Teilnehmer findet, Kinder und Jugendliche sollten nicht mehr mitbestimmen dürfen als das bisher der Fall ist. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer spricht sich jedoch dafür aus.

Mehr Einfluss hat bald auch Max Schmitt: Er wird in wenigen Tagen 18 und darf somit bei der Bundestagswahl im September zum ersten Mal wählen. Gerne hätte er schon früher gewählt, politisch interessiert ist er ohnehin seit längerer Zeit. Gemeinsam mit der rheinland-pfälzischen LandesschülerInnenvertretung macht er sich deshalb dafür stark, dass in Deutschland jeder wählen darf, der oder die auch möchte – egal, wie alt.

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Auch für die Follower der Social-Media-Kanäle dieser Zeitung scheint die Senkung des Wahlalters ein probates Mittel, um jungen Menschen mehr Macht zu verschaffen. Wir wollten bei Instagram wissen, welches Wahlalter zwischen 0 und 21 Sie für richtig halten: Neben wenigen extremen Antworten wählten die meisten Userinnen und User die Altersspanne 16 bis 18. Das wären also schon mal ein paar Wahlstimmen mehr für Teenager.

Wie sehen Sie das? Welches Wahlalter finden Sie angebracht? Stimmen Sie hier mit dem Schieberegler ab!

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Übrigens: Wie ein Wahlrecht ab Geburt funktionieren kann, erklären wir auch im Artikel unserer Zukunftsserie.

Viele junge Menschen selbst haben sich auf unseren Social-Media-Kanälen für die Senkung des Wahlalters - zumindest auf 16 - ausgesprochen. Ganz konkret zum Beispiel bei der Landtagswahl, um bei der Bildungspolitik mitreden zu können. Oder aber, weil dann die entsprechenden Inhalte in der Schulen vermittelt würden. Auch ein spannender Ansatz eines Users: Wählen soll dürfen, wer in der Schule zwei Jahre Politikunterricht gehabt hat.

Kritische Stimmen gab es ebenfalls: Jungen Menschen fehle noch die Weitsicht, hieß es. Ein Mitarbeiter aus der Jugendarbeit gab zu bedenken, dass Jugendliche mit 16 noch sehr beeinflussbar seien. Ein Argument, dass Max Schmitt nicht gelten lässt.

Was aber wäre denn nun, wenn Kinder und Jugendliche mehr Einfluss hätten, weil zum Beispiel das Wahlalter sinken würde? Tatsächlich sind sich ein paar Leserinnen und Leser einig: Dann würden die Schülerinnen und Schüler wohl erstmal das Schul- und Bildungssystem verändern, in dem sie selbst stecken.

Und ob das Tun nun berechnet ist oder nicht: Nicht nur wir, sondern auch einige von Ihnen mussten bei diesem Teil unserer Serie „Was wäre, wenn...“ an einen Song denken, der sicher auch in Zukunft noch viel Wahrheit in sich tragen wird.