Nach dem Jupp ist vor dem Jupp

Jupp Heynckes, hier nach dem Champions-League-Sieg 2013, ist wieder Trainer des FC Bayern München.

Ehe sich der einst ruhmreiche FC Bayern die Lederhosen total ausziehen lässt, nehmen sie jetzt den Heynckes. Motto: Lieber einen fitten Niederrheiner auf dem Platz als einen...

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. Guckt euch das an, ihr Jamaika-Knalltüten! Ihr dilettiert herum, der FC Bayern dagegen hat, so heißt es jedenfalls bislang, ratzfatz einen neuen Trainer gefunden. Jupp Heynckes, 72, geboren in Mönchengladbach. Lieber Flexirente als Seniorenheim auf Malle. Der Triumph des Niederrheins über einen super, super, super Spanier (Guardiola) und einen dicken, dicken, dicken, faulen, faulen, faulen Italiener (Ancelotti). * „Schaatz, der ist 72, du bist erst 52 – warum machst d u nicht solche Sachen?“ * Ist schon eine Genugtuung für unsere Generation. „Wer nicht alt werden will, muss jung sterben“, pflegte unsere Großmutter zu sagen. Die Rückkehr der Jupp-Jedi-Ritter. Guter Typ. Spricht zwar „sch“ manchmal wie „chch“, aber das haben wir bei Martin Schulz ja auch. Heyn¬ckes war als Spieler 1974 schon Weltmeister, da sind Leute wie Guardiola oder Tuchel noch mit dem Schlabberlätzchen um den Hals durch die Kita getobt und haben mit dem Gummiball das Nachttöpfchen umdribbelt. * Wir stellen uns vor: Kontaktaufnahme in einer Telefonschalte zwischen Hoeneß, Beckenbauer, Rummenigge und Heynckes. Hoeneß: „Wie geht‘s?“ Heynckes: „Mach‘ kein Chcheiß. Ist euch der Nagelsmann zu teuer, und beim Tuchel habt ihr Angst, dass ihr zwar die Champions League gewinnt, aber hinterher in die Klapsmühle müsst?“ Beckenbauer: „Ja, gutt, äähh. Der Tuchel, das is a mehr so a Tücherl. So a Handtücherl, so a Bürscherl. Der gibt seinen Leuten ja nix zum Essen nicht. Stell‘ dir vor, der gibt dem Boateng nix zum Essen nicht. Da holt der Boateng seinen Bruder, den Kevin Prince, der beißt dem Tücherl doch glatt an Arm ab. Oder der gibt dem Robben nix zum Essen nicht. Da holt der Robben seinen Wohnwagen hervor und überfährt das Tücherl. Oder der gibt dem Ribéry nix zum Essen nicht. Da rufen sie in Frankreich doch an Generalstreik aus, wenn das Tücherl dem Ribéry nix zum Essen nicht gibt.“ Rummenigge: „Wir brauchen Erfahrung.“ Heyn¬ckes: „Ihr habt rechcherchchiert und gemerkt, Herberger ist tot.“ Rummenigge: „Der nächste Jupp ist immer der schwerste. Ein Jupp dauert 90 Jahre. Nach dem Jupp ist vor dem Jupp.“ Heyn¬ckes: „Bin ich für euch eine Zwichchenlösung?“ * Es knackt in der Leitung und eine neue Stimme ist zu hören: „Ein Loddar Maddäus wäre nie eine Zwischenlösung.“ Rummenigge: „Lothar, woher hast du diese Telefonnummer?“ Matthäus: „Ein Loddar Maddäus kriegt immer noch jede Nummer, die wo er will.“ Beckenbauer: „Ja gutt ääh, der Loddar hat an linken Fuß und er hat, ääh, an rechten Fuß, der Loddar is praktisch beidfüßig, ober als Traahiiner, naaa, gar nie nicht.“ Hoeneß: „Und solange ich Steuern hinterzi...Quatsch, so lange ich hier was zu sagen hab‘, wird der Matthäus hier nicht mal Greenkeeper. Jupp, was is‘ jetzt?“ Heynckes: „Mir hat neulich einer was erzählt, der is‘ in der Zeitungsbranche. Der hat sich früh pensionieren lassen und sich erst gefreut wie ein Chchneekönig. Aber nach ein paar Monaten kam seine Frau nach Hause und er hatte vergessen, dass sie ihm gesagt hatte, er soll einkaufen gehen. Da hat sie den Todessatz gesagt: ‚Was machst du eigentlich den ganzen Tag?‘ Dann hätten er und seine Frau zum ersten Mal in 35 Jahren Ehe eine Woche lang kein Wort miteinander geredet. Und so weit, Uli, will ich‘s nie kommen lassen. Für euch mach ich‘s zum Freundchchaftspreis....“ Beckenbauer: „Jetza pass auf, die san sowas von brutal mit die Steuern heuzutog.“ Heynckes: „Fünf Mios, mit Lohnchchteuerkarte. Und Essensmarken. Aber drunter mach ich‘s nich.“