Sounds of Black von Augustin Teboul

Netzstoffe erlauben viele Einblicke. Foto: Anja Kossiwakis

Laszive Dekadenz im Salon de Pompadour.

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. An die erste Installation von Augustin Teboul, die ich in Berlin zur Fashion Week besucht habe, erinnere ich mich noch sehr gut, obwohl es schon vier Jahre her ist. Mit einem Shuttle der Fashion Week fuhr ich vom Brandenburger Tor zu einer Offsite-Location. Als der Fahrer anhielt, war ich etwas verwirrt und ängstlich. In einem dunklen Hinterhof warteten die Gäste auf Einlass. Wo bin ich hier nur gelandet? In einem grauen Keller standen die schwarzgekleideten Models herum.

Wie präsentiert sich Augustin Teboul nun in Paris? Die Location ist dieses Mal super und befindet sich im Le Meurice, einem der besten Hotels in Paris. Der Gegensatz zum grauen Keller in Berlin, könnte kaum größer sein. Der Salon de Pompadour ist ein sehr pompöser Saal mit riesigen Kronleuchtern.

Die ganze Nacht durchgefeiert?

Als ich den Salon de Pompadour betrete, bin ich sehr verwundert. Bin ich zu spät? Anscheinend ja, denn die schwarzgekleideten Models liegen auf und unter dem Tisch und sehen aus, als ob sie die ganze Nacht durchgefeiert haben. Das muss ja eine tolle Modelparty gewesen sein. Mit letzter Kraft erhebt sich ein Model und dreht eine Runde um den Tisch, um sich danach gleich wieder auf den Stuhl sinken zu lassen. Was für eine abgefahrene Szenerie!

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Natürlich ist das eine inszenierte Installation und die Models sehen nur so aus, als ob sie fix und fertig sind. Die Models sind von Kopf bis Fuß schwarz gekleidet. Bevorzugte Materialien: Netzstoffe, Leder und Netzstrumpfhosen.

Eineinhalb Stunden sitzen und liegen die Models lasziv am Tisch herum. So können alle Gäste und Fotografen ausgiebig die schwarzen Kreationen von den Designerinnen Odély Teboul und Annelie Augustin bewundern und fotografieren.

Anja Kossiwakis