Wir naschen zuhause weiter - mit Irland

Potato Farls sind leckere kleine Optionen für jede Tages- und Speisezeit. Einfach irisch. Foto: Scheu

Eigentlich ist es zuhause ja doch am Schönsten. Nun setzen wir uns dort einfach mit unseren irischen Freunden an den Tisch und lassen uns zeigen, wie man sich gemütlich...

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. Von Amelie Scheu

Wir haben wirklich alles gegeben: Wir haben gemixt, gerührt, gebraten und gebacken. Doch am Ende haben wir uns dann wohl an der Michelada verschluckt (zu viel Chili?) und selbst das wohlige Gefühl des mit Kanelbullar gefüllten Magens konnte uns nicht daran hindern, im koreanischen Allerlei mit untergemischt zu werden.

Doch hey - zuhause ist es doch eigentlich ohnehin am Schönsten! Wenn wir uns mal vorsichtig umsehen, sitzen wir dort nun ganz entspannt mit Niederländern, Italienern, Griechen und Iren auf der Couch und können endlich zum gemütlichen Teil der WM übergehen. Lasst uns nun einfach zuhause weiternaschen, unsere Freunde dort sind bereits bestens darauf eingestimmt und zeigen uns, dass so eine WM auch ganz ohne Titelfieber verdammt lecker sein kann.

Potato Farls - Irische Kartoffelpfannkuchen

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Irland, die kleine Insel mitten im Atlantik: Farbenprächtig, vielfältig, sagenumwoben, voller schicksalhafter Fügungen und Überraschungen, sogar im Fußball. Die irische Nationalmannschaft hat erst dreimal bei einer WM teilgenommen, ist dabei aber jeweils mindestens ins Achtelfinale eingezogen. 1990 wurden sie sogar erst im Viertelfinale von Italien geschlagen. Auf dem Weg dahin zogen sie zunächst per glücklichem Los an den Niederländern vorbei ins Achtelfinale ein, um dort im Elfmeterschießen gegen Rumänien zu gewinnen.

Und auch wenn man Irland gemeinhin nicht nachsagt, das Land kulinarischer Höhenflüge zu sein, zeigen wir, dass diesem Weg durchaus eine ungemein leckere Stärkung vorangegangen sein mag, zum Beispiel in Form von Potato Farls, dem typisch irischen Kartoffelstampf aus der Pfanne.

Die Potato Farls sind ein Gericht für jede Tageszeit - zum Beispiel als Beilage zum Sommersalat am Mittag oder zum Grillen, mit Cheddar oder geräuchertem Fisch am Abend oder als kleiner Snack und Grundlage für Dips in geselliger Runde. In Irland gibt es sie klassischerweise bereits zum Frühstück, einfach mit etwas Butter und Salz bestreut, mit gebratenem Speck, einer Scheibe Räucherlachs oder süß mit einem Klecks Marmelade.

Zutaten für 6 Portionen: 1 kg Kartoffeln 125 g Mehl 2 EL Butter Salz Butter zum Braten

Die Kartoffeln schälen, in gleichgroße Würfel schneiden und in Salzwasser weichkochen. Das Wasser abgießen, 2 EL Butter dazugeben und mit Kartoffelstampfer oder -presse zu Brei verarbeiten. Das Mehl dazugeben und mit einem großen Löffel oder den Händen einen geschmeidigen Teig kneten. Nach Belieben nachsalzen. Den Teig portionsweise auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche etwa 0,5-1 cm dick ausrollen und mit Mehl bestäuben. Mit einem scharfen Messer kleinere Rechtecke ausschneiden (etwa 6 x 10 cm). Butter in einer Pfanne zerlassen, die Rechtecke von beiden Seiten bei mittlerer Hitze goldbraun braten (etwa 3 min) und warm servieren.

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Tipp: Durch ihre Form sind sie prima dazu geeignet, am Vortag gebraten und dann im Toaster wieder servierfertig gemacht zu werden! Unser Grundrezept ergibt feste, kompakte, flache Kartoffelpfannkuchen. Durch die Zugabe von etwas mehr Mehl und 1-2 TL Backpulver werden daraus fast schon fluffige kleine Brote - es lohnt sich, einfach mal ein wenig mit den Mengen zu experimentieren bis die Lieblingskonsistenz erreicht ist.