Bahn verkauft ab 2022 keine Papier-Fahrkarten mehr im Zug

Ab 1. Januar 2022 will die Bahn im Zug keine Papier-Fahrkarten mehr verkaufen. Foto: Friso Gentsch/dpa

Die Deutsch Bahn will der Fahrkartenverkauf im Zug endgültig digitalisieren. Ab 2022 werden daher unterwegs keine Fahrkarten mehr au Papier gedruckt verkauft. Dafür gibt es Kritik.

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BERLIN. Kunden der Deutschen Bahn können vom nächstem Jahr an keine Papier-Fahrkarten mehr in Fernzügen kaufen. Die Möglichkeit falle am 1. Januar 2022 weg, wie das Unternehmen am Dienstag bestätigte. Stattdessen könnten Reisende von April 2021 an noch bis zehn Minuten nach Abfahrt eine digitale Fahrkarte über die App oder die Bahn-Website buchen. Dabei werde kein Bordzuschlag fällig.

Spontanes Reisen werde erschwert

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft hatte auf die aus ihrer Sicht falsche Entscheidung aufmerksam gemacht. "Wir haben immer für ein offenes System plädiert, das Reisenden im Fernverkehr spontan die Möglichkeit eröffnet, den Zug als ideales Verkehrsmittel zu wählen", betonte die Gewerkschaft.

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Die Bahn verwies auf die Erweiterung beim Online-Ticket und hob hervor: "Es wird auch weiterhin für spontan Reisende im Fernverkehr die Möglichkeit geben, noch im Zug ein Ticket zu kaufen."

Weniger als ein Prozent Tickets im Zug verkauft

Nach Bahn-Angaben wurden in den vergangenen Jahren weniger als ein Prozent der Fahrkarten im Zug verkauft. Der Bordzuschlag, der dabei als Aufpreis fällig wird, liegt inzwischen bei 17 Euro. Im Nahverkehr und in der S-Bahn müssen Fahrkarten vor der Fahrt gelöst werden.

Die Gewerkschaft forderte eine breite Informationskampagne über die Änderung. Denn die Gewerkschaft befürchtet Konflikte, wenn ahnungslose Fahrgäste nach dem Stichtag noch beim Zugpersonal nachlösen wollen.

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Von dpa