EKHN-Synode: Bundesländer sollen Moria-Flüchtlinge aufnehmen

Die Länder Hessen und Rheinland-Pfalz sollen 1650 Flüchtlinge aus Griechenland aufnehmen, vor allem die aus dem abgebrannten Camp Moria kommenden Menschen, bräuchten Hilfe, so die Delegierten der EKHN-Synode.  Foto: dpa

Die Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau hat Hessen und Rheinland-Pfalz in einer Resolution gebeten, insgesamt 1650 Flüchtlinge aufzunehmen.

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OFFENBACH / MAINZ / WIESBADEN. Die Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat die Landesregierungen in Hessen und Rheinland-Pfalz gebeten, sich bei der Bundesregierung für die unverzügliche Aufnahme von 12.500 Flüchtlingen aus Griechenland einzusetzen. Hessen solle 1.000 Flüchtlinge aufnehmen, Rheinland-Pfalz 650.

In einer von den 140 Delegierten am Samstag in Offenbach mit großer Mehrheit verabschiedeten Resolution wird daran erinnert, dass sich in Deutschland etliche Städte und Gemeinden, auch in Hessen und Rheinland-Pfalz, für eine Aufnahme von Flüchtlingen ausgesprochen haben. Auch die EKHN und die Diakonie in Hessen und Rheinland-Pfalz seien im Rahmen ihrer Möglichkeiten bereit, Flüchtlinge mit Hilfe, Beratung und Unterbringung zu unterstützen.

Die Evangelischen Kirchen und die Diakonischen Werke in Hessen und Rheinland-Pfalz hielten eine zeitnahe Evakuierung der Flüchtlinge aus dem Flüchtlingslager Moria auf der Insel Lesbos für dringend geboten, heißt es in dem Aufruf weiter. Gleichzeitig stellt die Resolution fest, dass die humanitäre Aufnahme zwar ein wichtiger Schritt sei, aber nicht die gesamte Flüchtlingsproblematik löse. "Eine gemeinsame europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik ist nötig. Der politische Streit darf aber nicht auf dem Rücken der Schwächsten ausgetragen werden. Was in Moria geschehen ist, hat uns zutiefst bestürzt", heißt es in der Resolution.

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Von epd