50 Euro Bußgeld für Maskenverweigerer in Bus und Bahn

aus Coronavirus-Pandemie

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In NRW werden Verstöße gegen die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln schon länger mit einem hohen Bußgeld geahndet. Auch in Hessen müssen Maskenverweigerer künftig zahlen.  Foto: dpa

Die hessische Landesregierung hat eine Reihe neuer Maßnahmen in der Corona-Krise vorgestellt. Auch zum Umgang mit verschnupften Kindern in Schule und Kita gibt es Neuigkeiten.

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WIESBADEN. Wer in Bus oder Bahn keine Maske trägt, muss künftig sofort 50 Euro Bußgeld bezahlen. Bisher galt die Regel, dass die Kontrolleure die Fahrgäste zunächst ermahnen mussten. Das Tragen einer Alltagsmaske im Nahverkehr sei wichtig, da dort der Mindestabstand zu anderen Menschen nicht immer eingehalten werden könne, sagte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) am Donnerstag bei der Vorstellung einer Reihe von neuen Maßnahmen in der Corona-Krise.

Dazu zählt auch, dass Kindergarten- und Schulkinder mit einem Schnupfen künftig nicht mehr sofort nach Hause geschickt werden. „Die kleine Rotznase führt jetzt nicht mehr zum Ausschluss“, sagte Sozialstaatssekretärin Anne Janz (Grüne). Erst wenn typische Symptome wie Fieber, trockener Husten oder allgemeine Abgeschlagenheit aufträten, könnten die Kinder von Kita- oder Schulbesuch ausgeschlossen werden, erklärten Janz und Kultusminister Alexander Lorz (CDU).

Weihnachtsmärkte sollten auch in der Corona-Pandemie stattfinden, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). Rechtlich sollten die Märkte wie andere Märkte, etwa die Wochenmärkte, behandelt werden. Es müssten aber gewisse Regeln eingehalten werden. So sei etwa zwischen Essensständen und anderen Ständen zu trennen. Die neue Corona-Verordnung des Landes gilt bis zum 31. Oktober.