Bouffier zu Corona-Beschlüssen: "Nicht die Zeit für Lockerungen"

aus Coronavirus-Pandemie

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Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier.  Foto: dpa

Ministerpräsident Bouffier hat nach den Bund-Länder-Beratungen betont, dass nicht die Zeit für Lockerungen sei. Am Nachmittag will er über die Beschlüsse für Hessen informieren.

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WIESBADEN. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hält Lockerungen derzeit nicht für angebracht. "Deutschland steht vor einer großen Herausforderung, die wir mit entsprechenden Anstrengungen meistern müssen", teilte er am Dienstagmorgen in Wiesbaden nach den rund zwölfstündigen Bund-Länder-Beratungen mit. Es müsse nun so schnell wie möglich weitergeimpft werden. Außerdem wolle er mit einer Teststrategie weitere Möglichkeiten für spätere Öffnungen schaffen. Das Corona-Kabinett der schwarz-grünen Landesregierung wollte noch am Dienstag über die Corona-Beschlüsse der Bund-Länder-Schalte beraten. Dazu ist gegen 17 Uhr eine Pressekonferenz geplant, die sie bei uns im Livestream verfolgen können.

Schärfster Lockdown seit Beginn der Pandemie beschlossen

Zuvor hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder in der Nacht zum Dienstag angesichts massiv steigender Corona-Infektionszahlen den schärfsten Lockdown seit Beginn der Pandemie beschlossen. Insgesamt soll dieser bis zum 18. April verlängert werden. Die Beschlüsse sehen außerdem vor, dass das öffentliche, private und wirtschaftliche Leben über Ostern vom 1. bis einschließlich 5. April weitgehend heruntergefahren wird. Darüber, wie es anschließend weitergeht, soll am 12. April beraten werden.

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In Hessen wurden derweil innerhalb eines Tages 590 Corona-Neuinfektionen registriert. Damit stieg die Zahl der Fälle seit Beginn der Pandemie auf insgesamt 206.793, wie aus Daten des Berliner Robert Koch-Instituts vom Dienstag (Stand 3.18) hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus erhöhte sich um 26 auf 6182. Die landesweite Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen, stieg weiter an auf 117,2.

Von dpa