Früherer hessischer Kultusminister Holzapfel gestorben

Hartmut Holzapfel

Hartmut Holzapfel ist tot. 13 Jahre lang war er bildungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag. Von 1991 bis 1999 war er hessischer Kultusminister.

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Wiesbaden (dpa/lhe) - . Der frühere hessische Kultusminister Hartmut Holzapfel ist tot. Wie die SPD-Landtagsfraktion am Mittwoch mitteilte, starb der langjährige SPD-Landtagsabgeordnete bereits am 21. Dezember im Alter von 78 Jahren. Der heutige hessische Kultusminister Alexander Lorz (CDU) teilte mit: „Seine Lebensleistung und auch das besondere ehrenamtliche Engagement nach seiner Zeit als Kultusminister in Hessen verdienen über die Parteigrenzen hinweg großen Respekt.” 

Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Günter Rudolph, würdigte Holzapfel als profilierten Bildungspolitiker, der die Modernisierung des hessischen Schulwesens mit Nachdruck betrieben habe: „Bildung und Bildungspolitik waren die Lebensthemen von Hartmut Holzapfel.“

Holzapfel war seit 1974 Mitglied des Hessischen Landtags. 13 Jahre lang war er bildungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. Von 1991 bis 1999 war er Kultusminister des Landes. Laut seiner Partei stand Holzapfel für eine moderne Schullandschaft mit mehr Autonomie, mehr Chancengleichheit und mehr Bildungsgerechtigkeit. Als Politiker habe er mit klaren Argumenten überzeugt, aber auch die scharfe Auseinandersetzung nicht gescheut. Zudem war er laut SPD ein „engagierter Donalist, der das Wissen über Donald Duck und dessen Kosmos Entenhausen mehrte und verbreitete“.

Initiator und langjähriger Vorsitzender des Hessischen Literaturrats

Nach seinem Ausscheiden aus dem Landtag 2008 habe er den kulturellen Austausch mit den hessischen Partnerregionen gefördert. Er war Initiator und langjähriger Vorsitzender des Hessischen Literaturrats, der am Mittwoch die Todesnachricht unter Berufung auf seine Ehefrau bestätigte. „Die SPD-Fraktion im Hessischen Landtag trauert um den leidenschaftlichen Parlamentarier Hartmut Holzapfel“, sagte Rudolph. „Sein lebenslanges Engagement für bessere Bildungschancen hat ihn und seine politische Arbeit angetrieben und unverwechselbar gemacht.“

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