Lorz kündigt Schulöffnungen für weitere Jahrgänge an

aus Coronavirus-Pandemie

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Ein Schüler sitzt in der Klasse und schreibt zu jedem Buchstaben des Worts "Corona" einen Begriff. Symbolfoto: dpa

Spätestens übernächste Woche sollen Schulen in Hessen für weitere Jahrgänge geöffnet werden - nach der Strategie "von oben nach unten".

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HESSEN. Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU) hat einen möglichen größeren Öffnungsschritt an den Schulen für spätestens übernächste Woche angekündigt. Das sagte er im ZDF-Morgenmagazin am Montag. Das Land verfolge dabei weiter die Strategie "von oben nach unten", weil ältere Schüler sich besser an die Hygiene- und Abstandsregeln halten könnten. Lorz plädierte für ein ausgewogenes Verhältnis von Präsenzunterricht und Lernen zuhause. Dabei solle es den Schulen weitestgehend selbst überlassen bleiben, wie sie das organisieren wollen.

Eine Maskenpflicht an Schulen hält der Minister nach eigenen Worten für pädagogisch nicht sinnvoll. Das Land habe sich in dieser Frage mit Fachleuten beraten. "Man kann das den Kindern auch nicht zumuten, über Stunden hinweg", sagte Lorz. "Die Masken verlieren auch irgendwann ihre Wirkung." Das Land setze daher darauf, die Abstandsregeln an den Schulen konsequent durchzusetzen.

In Hessen besuchen derzeit nur die Abschlussjahrgänge der weiterführenden Schulen den Unterricht. Das betrifft rund 110.000 Jugendliche, die sich beispielsweise auf den Haupt- oder Realschulabschluss vorbereiten. Eine geplante Öffnung der Schulen auch für die 4. Klassen der Grundschulen ab 27. April war vom Verwaltungsgerichtshof gekippt worden.

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Von dpa