345 neue Lehrerstellen in Rheinland-Pfalz

Ein Schild verweist auf das Lehrerzimmer an einer Schule. Symbolfoto: dpa

Erstmals seit 1990 ist die Zahl der Schüler in Rheinland-Pfalz wieder gestiegen. Das Land hat daher 345 neue Lehrerstellen eingerichtet.

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MAINZ. Zu Beginn des neuen Schuljahres am kommenden Montag hat Rheinland-Pfalz 345 zusätzliche Lehrerstellen eingerichtet. Das Land reagiere damit auf die erstmals seit 1990/91 gestiegene Zahl von Schülerinnen und Schülern und strebe auch eine weitere Verbesserung der Unterrichtsversorgung sowie den Ausbau des Pools an Vertretungslehrkräften an, sagte Bildungsministerin Stefanie Hubig am Freitag in Mainz.

„Die Rahmenbedingungen für das neue Schuljahr werden gut sein“, sagte Hubig. Rund 1400 Lehrerinnen und Lehrer würden zum Start des Schuljahrs neu eingestellt, nach 1100 im vergangenen Jahr. Positiv merkte die Ministerin an, dass die Zahl der Studierenden für das Lehramt an Grundschulen wieder steige.

„Wir alle sehnen uns unendlich nach einem normalen Schulalltag“, sagte Hubig mit Blick auf die Maßnahmen zum Schutz vor der Corona-Pandemie. In zwei „Präventionswochen“ nach den Sommerferien gilt auch im Unterricht die Maskenpflicht, und bis zu den Herbstferien werden zweimal wöchentlich alle diejenigen getestet, die nicht geimpft oder genesen sind. „Unser Ziel ist, dass im Unterricht die Maske wieder fallen kann“, sagte die Ministerin.

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Ihren ersten Schultag erleben in diesem Jahr 39 470 Kinder – meist erst am Dienstag. Das sind 2575 Erstklässlerinnen und Erstklässler mehr als im vergangenen Schuljahr. Die Zahl aller Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen stieg erstmals seit gut drei Jahrzehnten wieder leicht an, um 3562 auf 412 900. Die Zahl der jungen Menschen an berufsbildenden Schulen sank hingegen um 2304 auf 109 000. Perspektivisch werde die Zahl der Schülerinnen und Schüler aufgrund der demografischen Entwicklung weiter sinken, sagte Hubig.

Zum ersten Schultag nach den Sommerferien will die Ministerin zwei Schulen im Katastrophengebiet an der Ahr besuchen. Sie sei froh, dass alle Kinder und Jugendliche, die von Zerstörungen an den Schulen betroffen seien, am Montag zum Unterricht kommen könnten. Als Beistand für individuelle Notlagen wurden Vorkehrungen für zusätzliche Schulpsychologen getroffen.

CDU-Fraktion fordert drei Corona-Tests pro Woche

Zu Beginn des neuen Schuljahres am Montag fordert die CDU-Fraktion drei wöchentliche Corona-Tests, Impfangebote direkt an den Schulen und eine Verlängerung des Schulbusprogramms. Auch an den Schulen müsse die 3G-Regel gelten, dass alle geimpft, genesen oder getestet seien, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Christian Baldauf. Eine höhere Testfrequenz würde als Anreiz dienen, sich auch noch impfen zu lassen, sagte Baldauf. Er sprach sich dafür aus, auch direkt an oder vor den Schulen Impfungen anzubieten. Damit auf dem Weg zur Schule niemand auf einen beengten Stehplatz angewiesen sei, müsse das Land das Programm zur Unterstützung des Schulbusverkehrs verlängern. Bei Schülern, Lehrern und Eltern gebe es angesichts steigender Corona-Zahlen eine große Unsicherheit, wie der Unterricht weiter gewährleistet werden könne, sagte der Fraktionschef. Daher müsse auch die Digitalisierung weiter vorangebracht werden. Die CDU-Fraktion bekräftigt ihre Forderung, auch die kommerzielle Plattform Microsoft Teams weiter zuzulassen.

Von dpa